Stadt Germersheim - Fronte Lamotte

Klimaschutz 

Tipps zum Klimaschutz 

Klimaschutz im Alltag ist sehr vielfältig, die folgenden Tipps haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie sind vielmehr als ein erster Handlungsimpuls gedacht. Unter den fünf Überschriften Energie, Mobilität, Konsum, Haushalt und Ernährung befinden sich viele kleine Tipps, die sich in den Alltag integrieren lassen. Probieren Sie es aus und wenn Sie weitere Tipps haben, die noch ergänzt werden sollten, dann Kontaktieren Sie und bitte.

Energie

  • Energiesparen bei der Wäsche

    Wie warm oder kalt die Wäsche gewaschen wird, wirkt sich unmittelbar auf den Energieverbrauch und somit auch aufs Klima aus. Je niedriger die Temperatur des Waschgangs, desto geringer der Energieverbrauch. Tendenziell wird die Wäsche zu warm gewaschen. Im Vergleich zu früheren Zeiten ist die Verschmutzung der Wäsche heute geringer und die Qualität der Waschmittel besser, sodass hohe Temperaturen die Wäsche nicht sauberer machen und auch nicht notwendig sind. Probieren Sie es aus, reduzieren Sie die Waschtemperatur von 60 °C auf 40 °C, bzw. von 40 °C auf 30 °C, denn so können Sie bis zu 45 % Energie einsparen und somit aktiv das Klima schützen.
    Hängen Sie Ihre Wäsche zum Trocknen auf und sparen sich somit die Energie des Wäschetrockners.

  • Energiesparen in der Küche

    Große Haushaltsgeräte des täglichen Bedarfs wie der Kühlschrank, die Spülmaschine, der Backofen, der Herd und die Waschmaschine benötigen viel Energie. Durch die richtigen Geräteeinstellungen kann der Energiebedarf der einzelnen Geräte minimiert werden, so sparen Sie kosten ein, jedoch nicht an Komfort.

    • Drehen Sie die Temperatur Ihres Kühlschranks hoch, 7 °C sind ausreichend (beim Gefrierfach sind es -18 °C), um Ihre Lebensmittel ausreichend zu kühlen.
    • Ein Geschirrspüler spült am energieeffizientesten im ECO/Öko-Programm.
    • Kochen Sie mit Deckel auf dem Topf und schalten Sie den Herd kurz vor Ende des Garvorgangs aus, so wird die Energie am effizientesten genutzt.
    • Klimafreundlich backen geht mit der Umluftfunktion und durch das gleichzeitige Nutzen von mehreren Ebenen im Ofen. 
  • Energiesparen und kühl sein

    Die Temperaturentwicklung zeigt besonders in den letzten Jahrzehnten einen Anstieg. Aber nicht nur die mittlere Jahrestemperatur steigt, die Zahl der heißen Tage nimmt zu. Die anhaltenden Hitzewellen können eine hohe Belastung darstellen, da die Gebäude sich aufheizen und es oft nur noch mit einer Klimaanlage auszuhalten ist. Jedoch sind Klimaanlagen klimafeindlich, da sie mit Strom betrieben werden, der meist zu einem hohen Anteil aus nicht erneuerbaren Energien stammt und somit weiter zum Klimawandel beiträgt.
    Es gibt einige Tipps, wie Sie Ihre Wohnung kühlen können und dass ohne Klimaanlage:

    • Nachts oder morgens Querlüften und anschließend Fenster geschlossen halten.
    • Fenster zu und abdunkeln (mit Jalousien oder Verdunklungsgardinen).
    • Bei Wind hilft auch ein feuchtes Bettlaken oder Handtuch vor dem geöffneten Fenster. Durch die Verdunstung entsteht Kälte, die dann ins Zimmer getragen wird.
    • Elektrogeräte abschalten, beispielsweise die Wäsche ohne Trockner trocknen und nicht-genutzte Ladegeräte aus der Steckdose nehmen.
    • Teppiche entfernen (sie sind Wärmespeicher).
    • Grünpflanzen als natürliche Luftbefeuchter sorgen für ein besseres Raumklima (besonders, die mit großen Blättern)
    • Ähnliches gilt für Balkon und Garten: auch hier sorgt eine abwechslungsreiche Bepflanzung für Schatten und Verdunstungskühle. Stein und Schotter hingegen heizen sich schnell auf und strahlen die Wärme ab.
    • Dämmen der Außenwände (diese Aufgabe liegt beim Vermieter).
    • Um den eigenen Körper kühl zu halten empfiehlt sich leichte und locker sitzende Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen und kühle Armbäder zwischendurch.
    • Um besser einzuschlafen: das Schlafshirt vor dem Anziehen für ein paar Minuten ins Gefrierfach legen. Der Effekt ist zwar nur kurz aber nach dem Einschlafen ist dem Körper die Hitze meist egal.
    • Viel trinken, am besten über den Tag verteilt, und leichte Kost wie wasserhaltiges Obst und Gemüse vorziehen, da schweres und fettiges Essen zu vermehrtem Schwitzen und Wärmeproduktion im Körper führt.
  • Richtig Heizen für mehr Effizienz 

    Energiesparen bedeutet nicht zu frieren, denn mit kleinen Verbesserungen kann sehr viel Energie eingespart werden:

    • 1 °C niedrigere Raumtemperatur kann bis zu 6 % Energie einsparen (20 °C in Wohnräumen und 17 °C im Schlafzimmer sind optimal).
    • Geben Sie Ihren Heizkörpern Platz, Vorhänge und Möbel sollten ihn nicht verdecken oder ihn einengen, so können Sie bis zu 12 % Energie einsparen
    • Lassen Sie Ihre Heizanlage richtig einstellen, so können bis zu 15 % eingespart werden. Denn weder nachts, wenn Sie schlafen, noch tagsüber, wenn Sie außer Haus sind, muss Ihre Heizung ihre volle Leistung erbringen.
    • Schließen Sie die Türen zwischen Räumen und sparen so bis zu 5 % an Energie ein.
    • Zum Heizen gehört auch das richtige Lüften. Schalten Sie die Heizung zum Lüften aus, öffnen Sie das Fenster komplett und öffnen Sie im Idealfall Türen zu anderen Räumen, um quer zu lüften.
    • Regelmäßig den Heizkörper entlüften
    • Heizungsrohre Dämmen
  • Fenster und Türen abdichten

    Meist befinden sich kleine Spalte zwischen Tür und Boden, wodurch die warme Luft entweicht. Mit elastischen Dichtungsbändern oder Bürstendichtungen, die im Baumarkt zu finden sind, können Sie die Spalte abdichten und so Energie einsparen. Nach dem gleichen Prinzip können Sie auch Ihre Fenster abdichten. 

  • Energiesparen im Urlaub

    Währen Ihres Urlaubs können Sie Zuhause sehr viel Energiesparen, ganz einfach, weil Sie nicht da sind. Wenn Sie nicht da sind, dann brauchen Sie auch kein WLAN, keinen Wecker, und keine Mikrowelle. Gehen Sie kurz vor Ihrer Abreise durch Ihre Wohnung und stecken alle Geräte aus den Steckdosen aus, so stellen Sie sicher, dass die Geräte während ihres Urlaubs nicht unnötig Energie verbrauchen. Auch im Stand-by Modus brauchen elektrische Geräte Strom, sodass es generell sinnvoll ist Geräte ganz auszuschalten, oder den Stecker zu ziehen. Viele Küchengeräte sind aus praktischen Gründen meist immer am Netz, der Kühlschrank läuft das ganze Jahr, während des Urlaubs ist er meist leer, da kann man ihn gleich ganz ausstellen und so eine ganze Menge Energie einsparen.

  • Energiesparen beim Streamen

    Streaming bezeichnet das Abspielen von Musik und Videos über das Internet, wenn diese nicht auf dem lokalen Endgerät gespeichert sind. Streamingdienste werden von verschiedenen Dienstleistern zum Abspielen von Filmen, Serien, Musik und Videos angeboten. Die dauerhafte Abrufmöglichkeit wird durch Rechenzentren sichergestellt, diese Rechenzentren haben einen sehr großen Energieverbrauch, der mit einem hohen CO2 Ausstoß einhergeht. Für weitere Emissionen ist das Netz verantwortlich, über welches die Daten abgerufen werden. Eine Studie des Umweltbundesamts hat die unterschiedlichen Netze auf ihren Emissionsausstoß hin untersucht und dabei kam heraus, dass die meisten Emissionen beim Streamen über das Mobilfunknetz entstehen, die wenigsten Emissionen entstehen beim Streamen über ein Glasfasernetz. Die Untersuchungen uns Studien unterschiedlicher Institute zeigen, dass Streaming einen hohen CO2-Ausstoß hat, doch es gibt Möglichkeiten, als Nutzer seinen eigenen Anteil zu verringern.

    • Vermeiden Sie zum Streamen das Mobilfunknetz, Streamen Sie über WLAN.
    • Reduzieren Sie die Bildqualität, denn hohe Auflösungen benötigen eine höhere Datenübertragung, welche mehr Emissionen verursacht.
    • Laden Sie Musik herunter, wenn Sie sie regelmäßig hören
  • Energiesparen im Büro

    Die Möglichkeiten im Büro das Klima zu schützen sind vielfältig, besonders die Maßnahmen zum Energiesparen bieten sich an: Energiesparmodus verwenden: Während längerer Arbeitspausen sollte der Computer in den Energiesparmodus geschaltet werden. Über Nacht ist es sinnvoll, den PC auszuschalten. Das spart nicht nur Energie, sondern der Neustart vor Arbeitsbeginn erhöht auch die Leistungsfähigkeit Monitor ausschalten: Schalten Sie den Monitor aus, wenn Sie ihn nicht benötigen, statt den Bildschirmschoner laufen zu lassen. Grafisch aufwendige Bildschirmschoner brauchen viel Energie. Drucker und Scanner ausschalten: Schalten Sie auch Drucker und Scanner aus, wenn Sie die Geräte nicht benötigen. Gerade Laserdrucker können sonst im Stand-by-Modus unbemerkt Strom fressen.

  • Digitale Nachhaltigkeit

    Die zunehmende Digitalisierung kann unseren Alltag und unsere Arbeit in vielen Bereichen erleichtern und bietet ebenfalls die Möglichkeit, die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Ob beim Einsparen von Papier, durch mobiles Arbeiten und der dadurch verbundenen Reduktion von Verkehr oder Smarthome Technologien, die beim Energiesparen helfen, die Vorteile sind Vielseitig. Doch gleichzeitig steigt dadurch auch die Nachfrage an digitalen Techniken und Produkten, wodurch wiederum der Verbrauch von natürlichen Ressourcen, wertvollen Rohstoffen und Energie wächst. Damit der digitale Wandel auch nachhaltig abläuft, ist also das gemeinsame Handeln von Politik, Wirtschaft, Forschung und Bevölkerung gefragt. Ein paar Tipps, wie jeder von uns seinen digitalen Alltag etwas nachhaltiger gestalten kann haben wir im Folgenden zusammengetragen.

    • Tablets nutzen statt Laptops: Diese verbrauchen weniger Strom und eigenen sich gut zum E-Book lesen und Abspielen von Musik oder Filmen.
    • Speichern statt Streamen: Filme, Musik etc. runterladen spart ebenfalls Energie im Vergleich zum online streamen.
    • Adressen von Webseiten direkt im Browser eingeben: Anfragen über Suchmaschinen benötigen zusätzlich Energie.
    • E-Mail-Postfach ausmisten: Gespeicherte Mails bleiben auf einem Server liegen und sind so für stetigen Stromverbrauch verantwortlich. Also regelmäßig alte Nachrichten und Junk-Mails in den Papierkorb verschieben und diesen löschen spart Strom und damit CO2e.
    • Fotos und Daten auf mobilen Festplatten speichern: Für Cloudspeicher verbrauchen Rechenzentren sehr viel Strom.
    • Grüne Suchmaschinen nutzen: „Ecosia“ oder „GOOD“ (ehemals „Gexsi“) investieren z. B. in Klimaschutz- oder soziale Projekte.
    • Für Hardware und Elektrogeräte gilt: Lange verwenden, reparieren statt ersetzen, funktionstüchtige Geräte weitergeben statt wegwerfen, richtig entsorgen, damit Bestandteile recycelt werden können.
  • Digitale Post

    Wir bekommen unzählige E-Mails im Jahr und viele davon lesen wir gar nicht. Mir war bis vor kurzem nicht bewusst, was E-Mails für das Klima bedeuten. E-Mails verschicken wir von unseren PC, Tablets oder Smartphones, alle diese Endgeräte brauchen Strom, aber der viel größere Verbrauch kommt durch die Server und Rechenzentren zustande, über den der Prozess des E-Mails versenden abgewickelt wird. Gehen Sie durch Ihre E-Mails und schauen Sie, welche Newsletter, Abos oder sonstige Mails regelmäßig Ihr Postfach füllen, Sie aber gar nicht lesen. Diese können Sie mit einem einfachen Klick abbestellen und somit Energie einsparen.

  • Batterien und Akkus

    In jedem Haushalt sind sie vorhanden, sei es für Taschenlampen, Wecker oder Spielzeuge. Irgendein Gerät braucht sie, um zu funktionieren, es handelt sich um Batterien.
    Und wie in fast allen Lebensbereichen gibt es einen klimafreundlichen und nachhaltigen Umgang mit Batterien.
    Zuerst einmal muss man unterscheiden zwischen Batterien und Akkus. Batterien sind Einmalprodukte, was sie sehr ineffizient macht, da sie unter einem großen Energieaufwand hergestellt werden, dem Verbraucher jedoch nur einen kleine Menge an Energie zur Verfügung stellen können. Der Energieaufwand ist zwischen 40 und 500 Mal so groß wie der Energienutzen.
    Akkus hingegen sind wieder verwendbar, denn nachdem sie die in sich gespeicherte Energie beispielsweise an die Taschenlampe abgegeben haben, lassen Sie sich einfach wieder aufladen. In der Anschaffung sind Akkus ein bisschen teurer, langfristig gesehen jedoch deutlich günstiger. Akkus sind Batterien immer vorzuziehen.
    Damit Akkus möglich lange halten, ist der richtige Umgang mit ihnen wichtig, dabei hat jeder Akku-Typ seine Eigenheiten, informieren sich dazu am besten spezifisch.
    Wenn Batterien und Akkus nicht mehr nutzbar sind, dann gilt es diese sachgerecht zu entsorgen, sie gehören nicht in den Hausmüll, sondern in Batterie und Akku Sammelboxen, die in Drogerien, Baumärkten und Supermärkten oft neben dem Ausgang stehen. Auch beim Entsorgen kaputter Batterie und Akku betriebener Geräte sollten Sie die Akkus und Batterien entfernen und gesondert entsorgen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ruf in seiner Energiewechsel-Kampagne zum Energiesparen auf. Informieren Sie sich, wo in Ihrem Haushalt Sie noch Energie einsparen können. 

Mobilität

  • Fahrrad fahren

    Dass Fahrrad fahren gut für die Gesundheit und das Klima ist, ist kein Geheimnis. Die Bewegung beim Radfahren wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus, senkt das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes und verbessert das persönliche Wohlbefinden. Nicht nur, dass Radfahren den Fettstoffwechsel ankurbelt und Kalorien verbrennt, auch werden nach ca. 30 - 40 Minuten radeln Glückshormone ausgeschüttet und so das Stresslevel gesenkt. Dazu kommt, dass im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln keine CO₂-Emissionen freigesetzt werden, es weniger Platz braucht und man vergleichsweise geräuscharm unterwegs ist. Vor allem für kurze Wege stellt das Fahrrad eine gute Alternative zum Auto dar. Pro 5 km Radfahren statt Auto kann man ca. 800 g CO₂ einsparen. Bei nur drei mal 5 km radeln in der Woche wären das aufs Jahr gerechnet schon rund 125 kg CO₂!

    • Versuchen Sie bei Kurzstrecken unter 5 km das Fahrrad zu nutzen: Zeitlich macht das fast keinen Unterschied zum Auto, da die Wege oft direkter sind und mit dem Fahrrad die Parkplatzsuche wegfällt.
    • Für unvorhergesehene Ereignisse rüsten: Reparaturset für platte Reifen, kleine Fahrradpumpe, kleiner Multitool-Schlüssel und einen klein-zusammenfaltbarer Regenmantel lassen sich gut in einer Tasche am Fahrrad befestigen und sind so immer dabei.
    • Routen planen: z.B. mit Apps wie Maps oder Komood Routen mit wenig Steigung und Verkehr raussuchen.
    • Richtige Kleidung: Für mehr Sichtbarkeit, aber auch um Schmerzen zu vermeiden. Manchmal können z. B. falsch sitzende Nähte beim Fahren scheuern oder Druck ausüben. Im Zwiebellook kleiden, ein gut sitzender Helm, reflektierende Westen im Dunkeln und bequeme, nahtlose Unterwäsche können gerade bei längeren Fahrten einen großen Unterschied für das Wohlbefinden machen.
    • Richtige Fahrradeinstellung: Die richtige Rahmenlänge und eine korrekte Sitzhöhe und Sitzposition sind ausschlaggebend für ein beschwerdefreies Fahrerlebnis. Tipps zur richtigen Einstellung gibt’s z.B. beim ADFC. Oder lassen Sie ihr Fahrrad beim Händler ergonomisch auf Ihre Körpergröße einstellen.
  • Klimafreundlich Auto fahren

    Die nachhaltigste Fortbewegung ist natürlich die zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, jedoch lassen sich Autofahrten gerade in ländlichen Gebieten im Alltag oft nicht vermeiden. Sei es  um zur Arbeit zu  gelangen oder für  den Wocheneinkauf.  Aber auch hier gibt es einfache Möglichkeiten, umweltbewusster und ressourcenschonender zu handeln. Eine bewusste und vorausschauende Fahrweise reduziert zudem nicht nur Emissionen, sondern schont auch den eigenen Geldbeutel.

    • Vorausschauend fahren und bremsen: verringert Verschleiß von Reifen und Bremsen und senkt den Verbrauch.
    • Richtiges Beschleunigen: starke Beschleunigung erhöht den Verbrauch und bewirkt mehr CO2 Ausstoß. Lieber moderat und gleichmäßig beschleunigen.
    • Klimaanlagen können 3 - 10 % des Verbrauchs ausmachen: bei heißem Auto also besser erst durch die Fenster lüften und dann die Klimaanlage nur bei geschlossenem Fenster laufen lassen.
    • Heizung richtig verwenden: Schalten Sie die Heizung wenn möglich erst ein, wenn die Betriebstemperatur des Autos erreicht ist. Dadurch verhindern Sie unnötigen Verschleiß am Motor und reduzieren zusätzliche Emissionen.
    • Motor nicht im Stand warmlaufen lassen: Dadurch erhöht sich die Umweltbelastung und der Motorverschleiß und man riskiert sogar ein Bußgeld.
    • Regelmäßig den Reifendruck überprüfen: durch zu niedrigen Luftdruck erhöht sich der Verschleiß an den Reifen und durch den höheren Rollwiderstand des Reifens steigt der Verbrauch um ca. 5 %.
    • Aufräumen: räumen Sie all die Dinge aus Ihrem Auto, die Sie unnötigerweise mit sich herumfahren. Je leichter Ihr Auto, desto geringer der Verbrauch.
    • Nutzen Sie bei E-Autos den Rekuperation-Effekt: so wird die Bremse weniger häufig beansprucht und durch das vorausschauende Fahren kann mehr Energie über das Rollen des Fahrzeugs zurückgewonnen werden.
  • Gemeinsam fahren

    Morgens sind die Straßen meist voll mit Autos, in denen nur eine Person sitzt. Die Parkplätze sind begrenzt und das führt zu einer Suche, die nicht nur Zeit, Geld und Nerven kostet, die Abgase verschmutzen die Luft und tragen zum Klimawandel bei. Eine Lösung ist es, Fahrgemeinschaften zu bilden, egal ob mit Kollegen, Freunden oder Bekannten. Ja, sie sind nicht so flexibel und vielleicht ist es am Anfang auch ein bisschen ungewohnt. Doch gemeinsam fahren ist gut fürs Klima und für Ihren Geldbeutel.

  • Klimaschutz und Urlaub  

    Schon im Frühling beginnt für viele die Zeit für Ausflüge, Wochenendtripps und auch die Planung für den Sommerurlaub steht an. Wie man auch bei der Reiseplanung auf mehr Nachhaltigkeit achten kann haben in wir in folgenden Tipps zusammengefasst.

    • "Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah": am offensichtlichsten aber am effektivsten! Kürzere Anreisen bedeuten auch geringere die CO2 Emissionen. Auch in unmittelbarer Umgebung gibt es viele spannende Orte und Attraktionen zu entdecken! Tolle Ideen für nachhaltige Unterkünfte, Aktionen und Naturerlebnisse in ganz Deutschland bietet z. B. das Inspirationsportal Katzensprung.
    • Fliegen nur wenn es sein muss: lieber einmal im Jahr für drei Wochen wegfliegen als dreimal im Jahr für eine Woche. Wussten Sie, dass die Klimawirkung für einen Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Mallorca (pro Person) durchschnittlich 454 kg CO2 beträgt? Dafür könnte man ca. 2700 km mit einem durchschnittlichen Verbrennerauto fahren.
    • Öffentliche Verkehrsmittel einplanen: Ob für den Weg in den Urlaub oder am Urlaubsziel für Ausflüge, vorher informieren was man mit Bus und Bahn alles erreichen kann. Oder schon mal Fahrräder im örtlichen Fahrradverleih reservieren.
    • Gütezeichen für nachhaltiges Reisen berücksichtigen: z.B. Biosphere Responsible Tourism, TourCert oder Bio Hotels sind ein paar der Siegel an denen man sich orientieren kann.
    • Green-Booking Portale nutzen: berücksichtigen nur Hotels und Unterkünfte mit bestimmten Nachhaltigkeitsaspekten.
    • Umweltschutz am Urlaubsort: Müll vermeiden, auf Einwegverpackungen verzichten, eigene, wieder verwendbare Trinkflaschen, Dosen und Stoffbeutel nutzen. Schon kleine Dinge können einen Unterschied machen!
  • Plogging  - Müllsammeln beim Joggen

    Plogging setzt sich aus den Worten "plocka" (schwedisch für aufsammeln) und Jogging zusammen und ist während der Pandemie in Schweden entstanden. Wenn beim Joggen durch den Park oder im Wald Müll entdeckt wird, dann sammelt man den Müll ein und entsorgt ihn einfach und ist gleichzeitig so effektiv. Das Plogging muss sich jedoch nicht nur auf das Joggen beschränken, auch spazieren gehen mit oder ohne Hund, bei einer Fahrradtour oder beim Inlineskating kann man einfach eine leere Tüte mitnehmen, die sich sicherlich schnell füllen wird. Müll in der Natur sieht nicht nur hässlich aus, er richtet auch großen Schaden an. Die Bilder von Meeresschildkröten und Pinguinen, die sich im Plastikmüll verfangen haben, kennen wir alle, doch dies ist nur ein Teil des Problems. Der Plastikmüll gibt Giftstoffe an den Boden und das Wasser ab, gefährdet damit ganze Ökosysteme und auch der Mensch ist gesundheitlich direkt vom Müll in der Natur betroffen.

    Wir haben es mit in der Hand, wie unsere Umwelt aussieht und wie gesund sie ist.

Haushalt

  • Umweltfreundliche Putzmittel

    Putzmittel haben immer den Verweis: Außer Reichweite von Kindern aufbewahren. Denn die in den Putzmitteln enthaltenden Chemikalien sind schädlich für die menschliche Gesundheit. Durch das Abwasser gelangen die Chemikalien in die Umwelt und stellen auch für diese eine große Belastung dar. Achten Sie beim nächsten Kauf von Reinigungsmitteln auf die Nachhaltigkeitssiegel "Blauer Engel" oder "EU Ecolable". Produkte mit diesen Siegeln sind vergleichsweise umweltfreundlicher.

  • Klimaschutz im Frühling

    Pflanzen brauchen Nährstoffe zum Wachsen, zur Bildung von Blüten und um Früchte zu produzieren. Oft sind nicht genug Nährstoffe im Boden vorhanden und müssen mithilfe von Dünger zugesetzt werden. Jede Pflanze hat andere Nährstoffbedarfe, aber egal ob Vitamine, Mineralien oder Nitrate, jede Art von Nährstoff kann man mit Dünger zuführen. Doch da besteht dann auch die Gefahr, zu viele Nährstoffe dem Boden zuzusetzen und es kommt zur Überdüngung. In der intensiven Landwirtschaft, aber auch beim Hobbygärtnern ist die Überdüngung keine Seltenheit und hat weitreichende Folgen. Einerseits wird das Grundwasser durch beispielsweise Nitrate belastet, aber auch die Pflanzen selbst können anfälliger für Schädlinge werden.
    Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit Dünger ist der Ursprung des Düngers, da unterscheidet man in organischen und synthetischen Dünger. Synthetischer Dünger oder Kunstdünger wird aus Mineralien, also aus fossilen Brennstoffen gewonnen und sollte daher vermieden werden.
    Organische Abfälle wie Eierschalen, Kaffeesatz, Kompost oder Grünschnitt sind gute Dünger für Ihre Pflanzen. Da jede Pflanze ganz bestimmte Nährstoffe benötigt, sollte der gewählte Dünger ganz auf die jeweilige Pflanze abgestimmt sein.

  • Klimaschutz im Badezimmer

    Im Badezimmer verwenden wir viele Produkte, die negativer Folgen für unsere Gesundheit und der Umwelt haben, doch oft sind wir uns dieser Folgen gar nicht bewusst. Die Chemikalien, die in den Reinigungsmitteln enthalten sind, reizen die Schleimhäute und sind teilweise nur schwer abbaubar. Über das Abwasser gelangen diese umweltschädlichen Stoffe in Seen, Flüsse und auch ins Grundwasser und verschmutzen somit unsere Lebensgrundlage. Da die Zahl der jährlich gekauften Reinigungsmittel in Deutschland ansteigt, verschärft sich auch das Problem der Grundwasserverschmutzung zunehmend.

    Viele Reinigungsmittel sind überflüssig und einige erfüllen noch nicht einmal ihren Zweck und schaden nur der Umwelt. So beispielsweise WC Duft- und Reinigungssteine, die zwar kurzfristig einen angenehmen Duft verbreiten, aber nur eine geringe reinigende Wirkung haben. Auch Duftsprays verbreiten nur kurzzeitig einen angenehmen Duft, können aber auch die Schleimhäute reizten.

    • Alternativ kann man eine Schale mit Orangen- oder Zitronenscheiben auf die Heizung stellen oder getrocknete Kräuter wie Lavendel oder Rosmarin aufhängen und so langfristig für einen angenehmen Duft im Bad sorgen.
  • Weniger Plastik im Bad

    Im Bad fällt vor allem durch die Verpackungen viel Plastikmüll an. Shampoos, Spülungen, Seifen, Lotion, Peelings und Rasierschaum sind oft in Flaschen aus Plastik, jedoch gibt es die Produkte auch am Stück, ohne Verpackung oder in Papier gepackt und in den meisten Drogerien neben den in Plastik verpackten Produkten zu finden. Aber auch einzelne Produkte wie Zahnbürste, Rasierer, Kamm, Zahnseide und Menstruationsprodukte bestehen meist aus Plastik und enden im Müll. Auch für diese Produkte gibt es umweltfreundlichere Alternativen. Zahnbürste und Haarkamm aus Holz, Rasierer aus Edelstahl (bei, dem nur die Rasierklinge gewechselt werden muss), Zahnseide im Glasfläschchen aus Maisseide und Mehrweg-Menstruationsprodukte sind ebenfalls in der Drogerie erhältlich. Probieren Sie es aus und fangen mit einem Produkt an, bei dem Sie sich eine Umstellung auf eine plastikfreie Alternative gut vorstellen können.

  • Windeln - Einweg oder Stoff?

    Erst in den 1970-er Jahren wurden die bis dahin genutzten Stoffwindeln durch die heute bekannten Wegwerfwindeln abgelöst. Inzwischen gibt es auch ökologisch abbaubare Wegwerfwindeln und auch Stoffwindeln werden wieder vermehrt genutzt. Da stellt sich die Frage, welche Option die nachhaltigste ist. Wegwerfwindeln verursachen eine Menge Müll. Geht man davon aus, dass ein Kind ca. 2,5 Jahre Windeln trägt, dann entsteht in dieser Zeit ca. 1 Tonne Windelmüll. Biologisch abbaubare Windeln dürfen nicht in die Biotonne, sodass diese genau wie nicht abbaubare in der Müllverbrennungsanlage landen.  Stoffwindeln produzieren weitaus weniger Müll, doch dafür müssen die Windeln gewaschen und getrocknet werden, dass beeinflusst die Ökobilanz. Die Waschmaschine voll beladen und die Windeln im Freien zu trocknen sind zwei Faktoren, die die Ökobilanz verbessern. Außerdem verbessert sich die Bilanz mit dem Tragezeitraum, die Windeln können also von mehreren Kindern nacheinander genutzt werden.

  • Klimaschutz in der Küche

    Klimaschutz ist in der Küche vielseitig umsetzbar, beispielsweise beim Spülen. Spüllappen, Spülschwämme und Spülbürsten bestehen meist aus Kunststoff und werden nach kurzer Zeit aus Hygienegründen weggeworfen. Außerdem wird beim Putzen oft Mikroplastik freigesetzt, das dann über das Abwasser in die Umwelt gelangt.

    • Spüllappen aus Baumwolle können immer wieder verwendet werden, denn in der Waschmaschine werden Keime und Bakterien abgetötet. Aus alten T-Shirts und Handtücher lassen sich Spüllappen selbst herstellen.
    • Die Alternative zum Kunststoffschwamm sind Metallschwämme, diese sollten jedoch nicht zum Reinigen von beschichteten Pfannen nutzen.
    • Spülbürsten aus Holz mit Naturborsten sind biologisch abbaubar und es gibt Bürsten, bei denen sich nur der Kopf austauschen lässt.
    • Um die Küche umweltfreundlich und hygienisch zu halten, sollten Reinigungsprodukte möglichst mit der Zertifizierung „Blauer Engel“ oder dem „EU-Ecolabel“ ausgezeichnet sein.
  • Folienfrei

    In den meisten Haushalten wird Alu- und Frischhaltefolie für das Verpacken von Lebensmitteln genutzt. Diese praktischen Alltagshelfer sind jedoch nur einmal verwendbar und stellen damit eine große Umweltbelastung dar. Bei der Herstellung von Produkten werden immer Rohstoffe und Energie benötigt, die Umweltbelastung, die sich aus einem Produkt ergibt, ist abhängig von vielen Faktoren. Wie oft wir ein Produkt benutzten, ist ein Faktor, auf den jeder persönlich einen Einfluss hat und der sich auch positiv auf die Umweltbilanz auswirkt. Bei Einmalprodukte wie Alu- und Frischhaltefolie ist das Verhältnis der Umweltbelastung und dem Nutzen in einem großen Ungleichgewicht, daraus ergibt sich eine schlechte Umweltbilanz.  Denn auch wenn Sie Ihre Alu- und Frischhaltefolie sachgemäß im Gelben Sack entsorgen und daraus dann jeweils neu Alu- und Frischhaltefolie entsteht, ist dieser Prozess mit einem sehr großen Energieaufwand verbunden und steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. 

    Auch ohne Folie können Sie Ihre Lebensmittel einfach und gleichzeitig auch umweltfreundlicher verpacken. Verschließbare Behälter wie Tupperware oder Edelstahlboxen bieten eine gute Alternative, um Lebensmittel auslaufsicher zu verpacken. Bienenwachstücher und Teller eignen sich ebenfalls, um Schüsseln mit Soßen oder Ähnlichem im Kühlschrank abzudecken. Doch bevor Sie jetzt loslaufen und all Ihre Folien in den Gelben Sack werfen, diese macht die Umweltbilanz nicht besser. Nutzten Sie, was Sie haben und gehen Sie kleine Schritte in Richtung eines umweltfreundlichen Lebensstils.

  • Tasche, Beutel oder was?

    Die einen schwören auf ihren Stoffbeutel, die anderen nehmen sich beim Einkaufen lieber eine braune Papiertüte und wieder andere benutzen alte Plastiktüten, die irgendwann mal im Einkaufswagen gelandet sind. Doch was ist eigentlich die nachhaltigste Lösung, wenn es darum geht, unsere Einkäufe zu transportieren?

    Dass Kunststofftüten eine schlechte Ökobilanz haben und eine negative Rolle bei unserer Müllproblematik spielen ist den meisten bekannt, aber auch ungebleichte Papiertüten sind gesamtökologisch nicht besser, da sie fast immer aus Frischfasern hergestellt werden und die Produktion sehr energie- und wasseraufwändig ist. Auch die Baumwoll- oder Jutebeutelherstellung belastet die Umwelt sehr stark durch hohen Wasserverbrauch und Pestizideinsatz. Ein Baumwollbeutel ist also nur besser als eine Plastiktüte, wenn er richtig oft genutzt wird!

    • Einwegtüten grundsätzlich vermeiden: Am besten immer eigene Taschen, Rucksäcke oder alte Beutel mitnehmen und für Spontankäufe immer einen klein gefalteten Beutel in der Handtasche oder Jackentasche deponieren.
    • Wenn doch eine Einwegtüte nötig ist: so oft wie möglich wiederverwenden.
    • Erst wenn die Tüte zu dreckig oder kaputt ist: richtig recyceln oder noch als Müllbeutel verwenden. Reine Papiertüten eignen sich auch zum Sammeln von Biomüll und lassen sich in geringen Mengen kompostieren.
    • Keine Tüten oder Beutel horten: Papiertüten und Baumwollbeutel sind ökologisch nicht besser, wenn sie nicht mehrfach genutzt werden.
    • Beim Stoffbeutelkauf auf Siegel achten: Greifen Sie zu Beuteln aus fair angebauter Biobaumwolle. Noch besser sind Beutel aus Bio-Hanf oder Bio-Leinen.
  • Müll vermeiden

    Müll im eigenen Haushalt zu vermeiden ist ein wichtiger Schritt für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz, denn Müll ist eine große Belastung für die Umwelt und Tiere, die sich durch Verhaltensänderungen verringern und teilweise vermeiden lässt. Achtet man darauf, wie viel Müll im eigenen Haushalt jeden Tag anfällt, dann scheint die Aufgabe der Müllvermeidung überwältigend, doch es ist ratsam, mit kleinen Schritten und Verhaltensänderungen zu starten, um langfristig Müll zu vermeiden.

    • Beginnen Sie mit dem Abbestellen von Zeitschriften, Abos und Newsletter, die sie nicht mehr lesen. Außerdem können Sie auf Ihrem Briefkasten darauf hinweisen, dass Sie keine Werbung wünschen und so sparen Sie eine Menge Papiermüll ein.
    • Nutzen Sie Plastiktüten beispielsweise von Verpackungen als Mülltüte für Ihren Mülleimer und vermeiden somit ein wenig Plastikmüll.
    • Informieren Sie sich über kreative Lösungen, um Ihren Müll wieder zu verwenden. Beispielsweise können Schuhkartons als Ordnungshelfer im Kleiderschrank oder im Büro genutzt werden können und in Gurkengläsern können (nach gründlichem spülen) Nudeln und andere Lebensmittel aufbewahrt werden.
  • Müll richtig entsorgen

    Mülltrennung ist ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Bei Ihren Abfällen im Haushalt und auf der Arbeit können Sie auf die richtige Mülltrennung achten. Doch was gehört, wohin? 

    • Küchen- und Gartenabfälle kommen in die braune Tonne (Bio-Müll)
    • Altpapier, leere Kartons und Verpackungen aus Papier und Karton kommen in die grüne Tonne (Papiermüll)
    • leere Verpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen kommen in den Gelben Sack (Verpackungsmüll)
    • leere Verpackungen aus Glas (bis auf Pfandflaschen) kommen in die schwarze Box (Glasmüll)
    • alles, was nicht in die oben genannten Kategorien passt, kommt in die graue Tonne (Restmüll)

    Im Abfall ABC können Sie auch noch einmal nachschauen, welches Produkt wohin gehört.

  • Müllvermeidung beim Picknick

    Die warmen Temperaturen im Sommer laden dazu ein, viel Zeit draußen zu verbringen. Egal ob am See, im Park oder in den Wald, bei einem Picknick kann man sich entspannen und die Natur genießen. Meist mit im Gepäck ist Einweg Geschirr, denn es ist ja ganz praktisch und lässt sich nach dem Essen einfach wegwerfen. Wenn man die Natur auch langfristig genießen möchte, dann sollte man möglichst diesen unnötigen Müll vermeiden.

    • Alternativ zum Einweg Geschirr können Sie Camping Geschirr nutzen, das ist meist recht leicht und nicht so zerbrechlich wie die Porzellanteller im Küchenschrank, in der Erstanschaffung definitiv teurer als Einweggeschirr, jedoch gleicht es sich über die Jahre wieder aus.
    • Da Camping-Geschirr vielleicht nicht jeden optisch anspricht, kann man auch altes Porzellan zum Picknicken oder bei Feiern im freien nutzen, auf Flohmärkten kann man dies oft günstig erwerben.
    • Außerdem können Sie auch bei den Einweg Lebensmittelverpackungen sparen, direkt beim Einkauf, aber auch wenn Sie das Picknick vorbereiten.
  • Biotonne oder Komposthaufen im Garten

    Beim Kochen kommt meist eine Menge Biomüll zusammen und auch im Garten gibt es Grünschnitt, vertrocknete Blätter und Blumen, die in den Biomüll gehören. Vielleicht fragen Sie sich, worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen der Biotonne und einem eigenen Komposthaufen und gibt es vielleicht auch eine Alternative zum Komposthaufen, wenn man keinen Garten hat? 

    Was mit dem Biomüll passiert ist vom Entsorgungsunternehmen abhängig. In Germersheim wird aus dem Biomüll in einer Biovergärungsanlage Biogas gewonnen, was dann wiederum zum Heizen oder erzeugen von Strom genutzt wird. Der Kompost ist ein bisschen anspruchsvoller als die Biotonne. Lebensmittelreste, Fleisch- und Knochenreste, aber auch kranke Pflanzen können zwar in der Biotonne entsorgt werden, aber nicht auf dem Kompost.

    Beim Kompostieren werden organische Materialien wie Grünschnitt und Biomüll zu Humus, der dann als Dünger im eigenen Garten genutzt werden kann. Doch ein eigener Kompost macht nur Sinn, wenn der Humus auch wirklich genutzt werden kann.  Und da der Biomüll nicht von einem Versorgungsunternehmen abgeholt werden muss, ist der Kompost im eigenen Garten ein bisschen klimafreundlicher.

    Eine Alternative zum Kompost ist eine Wurmkiste, diese eignet sich bei geringerem Bedarf an Humus und kann auf dem Balkon oder im Wohnzimmer stehen, ich gebe zu es scheint verrückt. Aber wenn Sie Interesse an einer Wurmkiste haben, dann schauen Sie auf der Webseit , dort werden viele Fragen beantwortet.

  • Umweltfreundlich grillen

    Besonders in der Sommerzeit wird gerne gegrillt. Man kommt zusammen mit Freunden und der Familie, genießt das Wetter, die Gemeinschaft und natürlich auch das gute Essen. Die Möglichkeiten für ein umweltfreundlicheres Grillen sind zahlreich. 

    Beginnen kann man bei der Grillkohle, diese stammt oft aus abgeholzten Tropenwäldern. Durch die Abholzung wird der Lebensraum von Tieren zerstört und der Wald als natürlicher CO2-Speicher geht verloren. Achten Sie beim Kauf von Grillkohle und Briketts darauf, dass sie aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen, das FSC (Forest Stewardship Council) und das Bio Siegel bieten dafür eine gute Grundlage. Meist werden keine Daten zum Ursprungsland auf der Verpackung vermerkt, wenn doch, dann ist in Europa oder noch besser in Deutschland hergestellte Kohle mit einem der genannten Siegel die beste Option.

    Klimafreundlichere Holzkohle-Alternativen sind z. B. Briketts aus Olivenkernen, Kokos-Briketts, Ersatzprodukte aus alten Weinstöcken oder Maisspindeln. Diese bestehen aus Abfallprodukten, die in der Landwirtschaft ohnehin anfallen.

    Weitere Tipps für ein umweltfreundliches Grillerlebnis:

    • Anzünder ohne Chemie: Bei der Verbrennung dieser Materialien werden krebserregende Stoffe freigesetzt. Stattdessen lieber Pressholz mit Öl oder Wachs, Reisig oder Holzspäne verwenden.
    • Alternativen zur Alufolie und Aluschalen: Wiederverwendbare Grillschalen aus Edelstahl oder Keramik, dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer, Gemüse in große Blätter (z.B. Kohl, Rhabarber- oder Weinblätter) einschlagen.
    • Müll vermeiden: Keine Pappteller und Plastikbesteck, wenn schon Kunststoff, dann lieber in der wiederverwendbaren Variante.
    • Holzkohlenasche in den Restmüll: Für Garten und Kompost ist sie allenfalls in sehr geringen Mengen geeignet. Schwermetalle aus der Luftverschmutzung sind in der Asche konzentriert vorhanden und können sich in Obst und Gemüse wiederfinden.
    • Mehr Gemüse statt Fleisch: Rund ein Fünftel der klimaschädlichen Treibhausgase weltweit geht auf das Konto der Viehzucht und Massentierhaltung. Wenn Fleisch, dann lieber etwas weniger, dafür aber regional und bio. Dazu dann einfach mal tolle vegetarische Grillvarianten ausprobieren!
  • Kein Torf im Topf

    Achten Sie beim Kauf von Blumenerde darauf, dass diese keinen oder nur einen geringen Anteil Torf enthält. Auch Bio-Blumenerde hat oft einen hohen Anteil Torf. Nur wenn die Worte „ohne Torf“ oder „torffrei“ verwendet werden, enthält die Erde keinen Torf. Der BUND hat zu torffreien Erden einen Einkaufsführer veröffentlicht, der Ihnen helfen kann, in dem Geschäft Ihrer Wahl torffreie Erde zu erwerben

  • Hundekot - natürlicher Dünger oder schlecht für die Umwelt? 

    Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Egal ob Dackel, Labrador oder Bernhardiner, jeder der ca. 10 Millionen Vierbeiner in Deutschland macht jeden Tag seine Häufchen am Wegrand, in Parks, auf Wiesen, Feldern und Weiden. Lassen Hundehalter die Häufchen einfach liegen, dann ist es nicht nur eklig, es ist strafbar und auch schlecht für die Umwelt. In fast allen Bundesländern gibt es für das Liegenlassen von Hundehaufen ein Bußgeld, in Rheinland-Pfalz kann es Hundehalter bis zu 26€ kosten.

    Sie fragen sich vielleicht, wieso Hundekot schlecht für die Umwelt ist, wenn Pferde- und Kuhmist sogar als Dünger verwendet wird. Es liegt am Futter der Hunde, denn im Gegensatz zu Pferd und Kuh sind sie keine Pflanzenfresser. Hunde sind Fleischfresser und der Kot von diesen kann Krankheiten übertragen, was unter anderem für andere Hunde, Wildtiere, aber auch besonders für Weidetiere wie Kühe und dessen Kälber gefährlich werden kann. Außerdem ist Hundekot für landwirtschaftlich genutzten Flächen besonders schlecht, da der Kot den Boden und das Wasser verunreinigt, was wiederum auf das angebaute Futter und die Lebensmittel überträgt.

    Stellen Sie immer sicher, dass Sie für jeden Spaziergang mit Ihrem Vierbeiner genug Hundekotbeutel in der Tasche haben. Egal wo der Hund sein Geschäft verrichtet, sammeln Sie den Kot ein und entsorgen ihn im Restmüll.  Auch Hundekotbeutel aus kompostierbarem Plastik gehören in den Restmüll und auf gar keinen Fall in die Biotonne oder auf den Kompost.

  • Bienenschutz ist Umweltschutz - Kein Leben ohne Bienen

    Bienen haben eine essenzielle Bedeutung für die Umwelt und uns Menschen. Sie tragen als Bestäuber einen wichtigen Teil zur biologischen Artenvielfalt bei und ebenso zur Ernährungssicherheit für Menschen und Tiere. Rund 75 % der globalen Nahrungsmittelpflanzen sind von der Bestäubung, insbesondere durch Bienen abhängig. Und nicht nur das, auch für medizinische Zwecke, z. B. zur Herstellung von Arzneimitteln werden über 50.000 bienenbestäubte Pflanzenarten verwendet. Ohne Bienen gäbe es also unser Leben so nicht. Da ist es umso bedenklicher, dass weltweit die Bienenpopulationen immer mehr zurückgehen. Durch Zerstörung der natürlichen Lebensräume, den Einsatz von Pestiziden, Nahrungsmangel und eingeschleppte Krankheiten wird es für die pelzigen Nutztiere immer schwerer zu überleben. Vom Schutz der Bienen profitieren die kleinen Tiere also nicht nur selbst, sondern die gesamte Menschheit und unsere Umwelt. Ein paar Möglichkeiten, wie wir zum Bienenschutz beitragen können, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

    • Nektar- und Pollenreiche Blumen und Kräuter säen: Monokulturwirtschaft führt dazu, dass die Bienen nur während eines kurzen Zeitraums von einer Pflanzenart den Nektar und den Pollen sammeln können, den Rest des Jahres aber Hunger leiden müssen. Daher benötigen die Bienen viele unterschiedliche bienenfreundliche Blütepflanzen über einen möglichst langen Zeitraum.
    • Pflanzen bienenfreundlich stärken: z.B. mit Brennnesseljauche. Verzichten Sie auf Pestizide.
    • Artgerechte Nisthilfen schaffen für Wildbienen: z. B. ein Insektenhotel oder Totholzstapel bieten Schutz- und Nistplätze.
    • Leere Honiggläser immer spülen! Etwa 75 Prozent der Honige aus „EU- und Nicht-EU-Ländern“ sind mit Sporen des Krankheitserregers der Amerikanischen Faulbrut belastet. Es besteht Gefahr, dass Bienen sich solche Honigreste aus dem Altglasbehälter besorgen und somit ihr gesamtes Volk infizieren. Also lieber regionalen Honig im Pfandglas bevorzugen und gut spülen.
    • Wie wäre es mit einer Bienenpatenschaft? So unterstützt man z. B. nachhaltige Strategien zum Bienenschutz oder auch lokale Imker. Meistens gibt es auch noch als Dankeschön Honig von den Patenbienen und eine Patenurkunde. Eignet sich auch super als Geschenk!
  • Suchmaschinen im Internet

    Viele Menschen nutzen täglich das Internet, privat oder auf der Arbeit. Internet-Suchmaschinen ermöglichen es, Informationen im Internet zu recherchieren, sei es das nächste Urlaubsziel, welche Veranstaltungen in der Region stattfinden oder einfach nur das Wetter für die nächsten Tage. Suchmaschinen sind für die Nutzer „nur“ eine hilfreiche Funktion, jedoch steht hinter dieser Funktion ein Server, der beispielsweise von Google oder Microsoft betrieben wird. Diese Server brauchen sehr viel Strom, der für einen hohen CO2-Ausstoß sorgt. Alternativ zu den Standardsuchmaschinen gibt es bereits umweltfreundliche Varianten. Beispielsweise betreibt die Suchmaschine Ecosia ihre Server mit Ökostrom, sodass der CO2-Ausstoß sehr viel geringer ausfällt und somit der Suchvorgang im Internet nicht zum Klimawandel beiträgt. In Ihrem Internetbrowser können Sie in den Einstellungen die Standardsuchmaschine ecosia.org auswählen und so digital Klimaschutz betreiben

Konsum 

  • CO2- Fußabdruck berechnen

    Klimaschutz bedeutet, seine klimaschädlichen Emissionen zu verringern. Jede und jeder deutsche produziert im Durchschnitt 12,4 Tonnen CO2 im Jahr und damit liegen wird deutlich über dem weltweiten, aber auch über dem europäischen Durchschnitt. Klar ist, dass wir also jede und jeder Emissionen reduzieren muss, doch die Fragen, die sich stellen, sind: Wie kann ich Emissionen einsparen, womit soll ich beginnen und was spart die meisten Emissionen ein?
    Zuerst ist es sinnvoll, seine persönlichen Emissionen zu berechnen, denn so lassen sich die persönlichen CO2-Schwachstellen entlarven. Im Internet kann man sich kostenlosen seine CO2-Emissionen berechnen lassen, man muss verschiedene Angaben zum Thema Wohnen, Mobilität und Ernährung machen, daraus ergibt sich eine persönliche CO2-Bilanz. Aus dieser Bilanz geht dann hervor, wo die meisten Emissionen zustande kommen, vielleicht ist bei der Mobilität, weil Sie täglich zur Arbeit pendeln, oder beim Wohnen, weil Sie eine verhältnismäßig große Wohnung haben. Anhand von theoretischen Veränderungen, die Sie kurz-, mittel- oder langfristig umsetzen können, lassen sich Szenarien erstellen und Sie können dann selbst entscheiden, was sie tun können, um Ihren persönlichen Ausstoß an CO2-Emissionen zu verringern.

  • Einmalprodukte wiederverwenden

    Überall begegnen uns Verpackungen und Produkte, die meist nur einmal genutzt werden. Gefrierbeutel, Papiertüten für Brot und Brötchen, Lebensmittel, Verpackungen und Plastiktüten für Toilettenpapier sind nur einige Beispiele. Doch wieso nutzten wir sie nur einmal? Liegt es daran, dass sie nach einmaligem Gebrauch kaputt sind oder dass sie zu dreckig sind? Oder ist es einfach nur eine Gewohnheit? 

    Gefrierbeutel lassen sich mit Wasser und ein wenig Spülmittel super reinigen und nach dem Trocknen ist er erneut einsatzbereit. Papiertüten können Sie als Butterbrotverpackung wiederverwenden oder nutzen, um Ihren Biomüll darin zu sammeln. Verpackungen von Salaten, Brotaufstrichen und To-Go Gerichten können ebenfalls nach dem Reinigen für ähnliche Zwecke wiederverwendet werden. Viele Produkte sind in Plastiktüten abgepackt, so z. B. Toilettenpapier, diese können Sie als Mülltüten noch einmal nutzten. 

    Wie Sie sehen, lassen sich vermeintliche Einmalprodukte ganz einfach wiederverwenden. So können Sie Ihr persönliches Müllaufkommen ein bisschen verringern und zum Umweltschutz beitragen.

  • Teilen und Leihen

    Sie fragen sich vielleicht, was teilen und leihen mit Klimaschutz zu tun hat. Jedes Werkzeug, jedes Küchengerät und jedes andere Produkt wird unter hohem Energie- und Ressourcenaufwand hergestellt, was Auswirkungen auf unser Klima hat. Viele Produkte kaufen wir leichtfertig, weil sie nicht viel Geld kosten und man durch Werbung vermittelt bekommt, dass das Leben ohne dieses Produkt nicht mehr lebenswert ist. Jedoch nutzen wir nur einen Bruchteil unserer Küchengeräte und Werkzeuge regelmäßig. Bevor Sie sich ein Produkt kaufen, fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis, vielleicht hat jemand ja ein Waffeleisen, eine Heckenschere oder einen Stehtisch, den Sie sich leihen können. In einem weiteren Schritt können Sie auf Ihre Freunde zugehen und ihnen die Gegenstände anbieten, die Sie nicht oft nutzen.

  • Qualität statt Quantität

    Durchschnittlich ist jeder deutsche Erwachsene im Besitz von 95 Kleidungsstücken (ohne Unterwäsche und Socken), jedoch werden nur 36 % der Teile regelmäßig getragen, sodass fast zwei Drittel der Kleidung die meiste Zeit im Schrank liegen. Diese Erkenntnisse ergaben sich aus einer repräsentativen Umfrage von Greenpeace und verdeutlicht, dass die deutsche Bevölkerung mehr als genug Kleidung hat. Außerdem wurde festgestellt, dass Kleidung viel kurzlebiger, was unter anderem auf die sich schnell ändernde Mode zurückzuführen ist. Kleidung ist leicht bestellt und einfach gekauft, oft für einen kleinen Betrag. Doch wenn das neue Shirt oder die Hose nur im Schrank liegen, war es diesen Einkauf wert? Entscheiden Sie sich beim nächsten Einkauf von Kleidung, sei es online oder im Geschäft für zwei statt zehn Shirts. Achten Sie auf faire und umweltverträgliche Produktionsbedingungen sowie auf die Qualität der Kleidung. Siegel und Labels können dabei sehr hilfreich sein, die Initiative Siegelklarheit ermöglicht Verbraucher_innen die Aussagen von Labels und Siegeln zu überprüfen. Entweder über die Internetseite oder per App.

  • Echte Nachhaltigkeitssiegel 

    Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltschutz sind Themen, die in den letzten Jahren regelmäßig in der Politik, den Medien und in der Gesellschaft diskutiert wurden. Doch nicht nur die Diskussion über diese Themen hat zugenommen, vermehrt sind in Geschäften, sei es für Lebensmittel, Konsumprodukte oder Bekleidung „nachhaltige“ Produkte zu finden. Der Markt, die Unternehmen reagieren auf die Trendthemen und bieten Produkte an, die augenscheinlich gut für die Umwelt sind. Begriffe wie „natürlich“, „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ und „recycelbar“ schmücken die Verpackungen von unzähligen Produkten, denn diese Begriffe sind nicht vom Gesetzgeber geschützt und können beliebig eingesetzt werden. Des Weiteren werden Siegel erfunden, die oft keine wirkliche Aussagekraft haben und den Verbraucher_innen eine falsche Sicherheit vermittelt. Diese Tricks von Unternehmen machen es Verbrauchern schwer, wirklich nachhaltige Produkte von vermeintlichen zu unterscheiden

    In der Richtlinie der EG-Öko-Verordnung sind die Begriffe „bio-logisch“, „öko-logisch“ und „kontrolliert biologisch“ gesetzlich geschützt, sodass Produkte mit diesen Begriffen gemäß der Richtlinie gewisse Kriterien erfüllen müssen. Bei den Siegeln und Labeln kann die Webseite www.siegelklarheit.de oder die gleichnamige App helfen, die Echtheit und die Bedeutung zu überprüfen.

  • Kleidung nachhaltig tragen

    Wenn man seinen Kleidungsbestand genauer unter die Lupe nimmt, bemerkt man, dass man nur ein Teil der Kleidung regelmäßig trägt. Eine online Umfrage hat herausgefunden, dass zwei Drittel der Kleidung die meiste Zeit im Schrank hängt und somit die Anschaffung oft überflüssig war. Dies ist nicht nur um das ausgegebene Geld schade, sondern auch um die Ressourcen, die für die Produktion von Kleidung benötigt werden. Es fängt schon bei den Rohstoffen, beispielsweise der Baumwolle und Wolle an, für die ein hoher Platz-, Wasser- und Zeitverbrauch zusammenkommt und auch die Herstellung in Fabriken fordert einen hohen Strom- und Wassertribut. Zusätzlich belastet wird die Kleidung mit dem hohen CO2-Verbrauch, der unter anderem durch den Transport aus dem Ausland in unsere Kleiderlokale anfällt. Die Kleidung länger nutzen ist eine Möglichkeit, den eigenen Konsum nachhaltiger zu gestalten, eine weitere Möglichkeit ist es, Kleidung gebraucht zu erwerben. Probieren Sie häufiger auf Kleidung aus zweiter Hand zurückzugreifen, sei es ein Kleidertausch mit Freundinnen und Freunden oder tatsächliches Second-Hand-Shopping. Und auch seine eigene alte Kleidung im Umfeld weiterzugeben oder bei Second-Hand- Läden abzugeben, ist eine gute Sache. Es braucht eine Zeit, damit die Einnahmen die Kosten abdeckt und es ist verständlich, dass man nicht ewig an ein Kleidungsstück gebunden ist, doch dessen Weitergabe garantiert die volle Ausnutzung seines Potenzials.

  • Faire Kleidung tragen

    Kleidung ist vieles, sie ist schön, praktisch, gemütlich, schütz vor dem Wetter und wir tragen sie täglich. Regelmäßig erscheinen neue Modetrends, die zum Kauf anregen und so die Kleiderschränke in vielen Haushalten zum Überlaufen bringen. Viel zu oft ist die Produktionsweise sowohl für die Menschen, die die Kleidung herstellen, als auch für das Klima unzumutbar. Jedoch haben wir die Möglichkeit, mit jeder Kaufentscheidung einen Einfluss auf dieses Problem zu nehmen. 

    • Entscheiden Sie sich für ein Kleidungsstück, das unter fairen Bedingungen hergestellt wurde. Das Fairtrade Siegel bietet dafür einen guten Orientierungsrahmen 
    • Überdenken Sie Ihren Kaufwunsch, handelt es sich bei dem Kleidungsstück um ein Teil, das Sie wirklich brauchen? Oder werden Sie es nur dreimal tragen? 
    • Entscheiden Sie sich für gebrauchte Kleidung, die Auswahl in Second-Hand-Läden ist oft groß und Sie können gute Kleidung für kleines Geld bekommen. Außerdem können Sie auch Ihre Kleidung tauschen und so ganz kostenlos „neue“ Kleidung bekommen. 

    In Germersheim findet im Frühjahr 2023  eine Kleidertauschparty statt, melden Sie sich für den Newsletter Nachhaltigkeit an und werden so rechtzeitig über die Veranstaltung informiert. 

  • Fair einkaufen

    Bei Fairtrade (fairem Handel) werden Produkte unter fairen Bedingungen für Mensch und Natur angebaut und weiterverarbeitet. Die Standards, die für Fairtrade zertifizierte Produkte tragen zu einer nachhaltigen Produktion bei, was in vielen Punkten gleichzusetzen ist mit einer klimafreundlichen Produktion. Denn die Standards sind unterteilt auf die drei Säulen der Nachhaltigkeit; ökologisch, ökonomisch und sozial. Die ökologischen Standards sind ein umweltschonender Anbau, der Schutz natürlicher Ressourcen, das Verbot von gefährlichen Pestiziden, kein genetisch verändertes Saatgut und die Förderung des Bio-Anbaus durch den Bio-Aufschlag. Achten Sie beim Einkaufen von Lebensmitteln, Kleidung und vielen weiteren Produkten auf das Fairtrade Siegel. Denn so unterstützen Sie faire Arbeitsbedingungen und tragen aktiv zum Klimaschutz bei.

    Die Stadt Germersheim ist eine "Fairtrade Stadt" hier können Sie nachlesen, was das bedeutet. 

  • Online oder im Geschäft einkaufen

    Fast alles lässt sich im Internet bestellen, sein es die neuen Schuhe, Spielzeuge, Lebensmittel oder auch Alltagsartikel wie Batterien. Aus Klimaschutzperspektive stellt sich die Frage, ist ein Einkauf im Onlinehandel besser als vor Ort. Wie bei vielen „Klimafragen“ lässt sich keine pauschale Antwort finden. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Aspekte beim Einkauf und Konsum von Produkten dargestellte. Diese können Ihnen helfen, in Zukunft klimafreundlichere Entscheidungen zu treffen. 

    Der wichtigste Aspekt, die größte Stellschraube beim Kauf von Produkten ist das `wie oft´. Ein wildes drauf los´ kaufen, sei es online oder im Geschäft und das regelmäßig, ist eindeutig als klimaschädliches Konsumverhalten zu definieren und sollte vermieden werden. Die Herstellung eines jeden Produktes geht einher mit einem Ausstoß an Emissionen, wie groß der jeweilige Ausstoß ist, lässt sich meist nicht bestimmen, was mit den vielen Zulieferern zu tun hat. Und auch andere Aspekte im Herstellungsprozess wirken sich auf die Umwelt aus, sodass manche Produkte an sich einfach klimafreundlicher sind als andere. Produkte, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind Trendprodukten vorzuziehen. 

    Ein weiterer Aspekt ist das Transportmittel, der Versand eines jeden Paketes aus dem Onlinehandel stößt zwischen 200 und 400 g CO2 aus. Bei einer Fahrt von 5 km werden von einem PKW 600 bis 1100 g CO2 ausgestoßen. Dieselbe Distanz mit dem Fahrrad stößt 0 g CO2 aus. Jede Kleinigkeit einzeln zu bestellen oder mit dem Auto zu besorgen ist nicht klimafreundlich. Empfehlenswert ist es, Sammelbestellungen aufzugeben bzw. mehrere Produkte auf einmal zu besorgen.

  • Smartphones

    Smartphones sind aus dem Alltag von vielen Menschen nicht mehr wegzudenken, denn auf vielfältige Weise vereinfachen diese Geräte den Alltag. Neben den Vorteilen gibt es jedoch zwei Aspekte im Bereich Nachhaltigkeit, die Sie für sich und Ihr Smartphone nutzen können.

    Apps

    Viele Apps vereinfachen es, bei Langeweile, Kleidung oder Sonstiges online zu kaufen, was man wahrscheinlich gar nicht braucht und somit einen nicht nachhaltigen Konsum zu fördern. Auf diese Apps sollte man aus Kosten- und Umweltgründen besser verzichten. Genau wie Apps, die einen nicht nachhaltigen Konsum fördern, gibt es genauso auch Apps, die einen nachhaltigeren Lebensstil vereinfachen. Mit der NABU-App "Siegel-Check" können Sie Logos und Siegel auf ihre Bedeutung untersuchen und dadurch nachhaltige Kaufentscheidungen treffen. Mit der App "Too-good-to-go" können Sie kostengünstig Lebensmittel von Cafés und Restaurants bekommen, die am Vortag nicht verkauft wurden. 

    Das Smartphone an sich

    In einem so kleinen Gerät stecken eine Menge Technik und sehr viele wertvolle Rohstoffe, dementsprechend sollte man mit seinem Smartphone gut umgehen. Alle 18 Monate ein neues Gerät zu kaufen ist eine Verschwendung von Ressourcen, außerdem gar nicht nachhaltig und sollte vermieden werden. Nutzen Sie Ihr Gerät so lange, wie es geht und tauschen Sie bei Bedarf defekte Teile aus. Bei einer Neuanschaffung können Sie auch ein gebrauchtes Gerät kaufen oder auf ein nachhaltig produziertes Gerät wie z. B. "Fairphone" setzen.

    Ihr altes, noch funktionstüchtiges Gerät sollten Sie verkaufen oder verschenken und wenn Ihr Gerät gar nicht mehr funktioniert, dann können Sie es für das Rohstoffrecycling noch an einer Sammelstelle abgeben.

  • Klimaschutz und Urlaub Teil 2 

    Klimafreundlich im Urlaub zu sein, unterscheidet sich in vielen Aspekten nicht vom klimafreundlichen Leben zu Hause. Einige besondere Tipps gibt es für einen klimafreundlichen Urlaub jedoch zu berücksichtigen: Achten Sie auf Ihren Wasserverbrauch besonders in heißen und trocken Regionen kann es im Sommer zur Wasserknappheit kommen. Durch kürzeres Duschen und seltenen Tausch der Handtücher und Bettwäsche können Sie Ihren Wasserverbrauch enorm verringern. Respektieren Sie das lokale Ökosystem, halten Sie Abstand zu den Tieren, bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wegen und nehmen Sie Ihren Müll mit. Bevorzugen Sie die regionalen Speisen und vermeiden Sie importierte und abgepackte Lebensmittel aus der Heimat.

  • Klimaschutz und Urlaub Teil 3

    Souvenirs, Urlaubsandenken, die zuhause ins Regal gestellt werden, an Freunde oder Familie weitergegeben werden, sind etwas Schönes, denn sie erinnern an spannende Abenteuer und entspannte Zeiten. In manchen Ländern gibt es exotische Souvenirs zu kaufen, von einer Schnitzerei aus Elfenbein über Schmuck aus Korallen bis hin zu Lederwaren und Fell Produkten von exotischen Tieren ist alles dabei. Doch was haben diese Souvenirs mit dem Klimaschutz zu tun? Dies möchte ich am Beispiel der Koralle erklären. Korallen sind Organismen im Meer, die viele wichtige Aufgaben haben, um das Ökosystem Erde und die Ozeane am Leben zu erhalten. Korallenriffe sind der Lebensraum von vielen Meerestieren, bieten einen Schutz vor Feinden und sind eine wichtige Nahrungsquelle. Außerdem schützen Korallenriffe die Küsten und sind ein wichtiger Sauerstoffproduzent. In den letzten Jahrzehnten sind Korallenriffe immer weniger geworden, dadurch sterben andere Tierarten aus und die Küstenregionen sind verwundbarer durch Meeresstürme. Kaufen Sie keine Souvenirs aus Elfenbein, Koralle, Lederware, Fellprodukte, Knochen oder Muscheln und Seepferdchen. Denn so schützen Sie vom Aussterben bedrohte Tierarten. Alternativ können Sie eine Postkarte als Souvenir mit nach Hause nehmen, auf der Sie Ihre Erlebnisse und Eindrücke schriftlich festhalten.

  • Nachhaltigkeit zum Schulstart

    Zum Ende eines Schuljahres werden Listen ausgeteilt, auf denen alles steht, was das Kind im nächsten Jahr an Stiften, Heften, Malsachen und Sonstigem braucht. Diese meist sehr lange Liste ist nicht nur mit hohen Anschaffungskosten, sondern auch oft mit einer Umweltbelastung und Verschwendung verbunden. Mit dem Ende eines Schuljahres sind die Materialien meist nicht ganz aufgebraucht, Hefte sind halb vollgeschrieben und im Farbkasten sind nur rot und grün aufgebraucht.  Nur weil es ein neues Schuljahr ist, brauchen nicht alle Materialien neu sein, das Vorhandene reinigen und das Fehlende ersetzen ist für die Umwelt und fürs Portemonnaie die beste Option.

    • Schulheften, in denen noch unbeschriebene Seiten vorhanden sind, können daheim genutzt werden zum Basteln, Malen und Schreiben.
    • Schulhefte aus Recycling Papier sind gleich dreifach umweltfreundlicher: Erstens: Die benötigten Ressourcen sind bereits vorhanden und brauchen nicht erneut beschafft zu werden. Zweitens: Bei der Herstellung wird 60% weniger Energie benötigt als bei der Herstellung mit Frischfaserpapier. Drittens: 70% weniger Wasser werden bei der Herstellung von Recyclingpapier benötigt.
    • Des Weiteren kann man zu Beginn eines neuen Schuljahres auch neue und nachhaltige Gewohnheiten etablieren. So können Sie beispielsweise den Schulweg möglichst ohne Auto zurücklegen.
    • Vielleicht können Sie sich mit den Eltern in der Nachbarschaft abstimmen, sodass immer ein Elternteil mit den Kindern zur Schule läuft bzw. mit dem Fahrrad fährt. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, es kann Ihnen den Alltag erleichtern und den Kindern Eigenständigkeit vermitteln.
  • Klimafreundlich abkühlen - Wasserbomben ohne Müll

    An heißen Tagen tut eine Abkühlung mit kaltem Wasser richtig gut. Besonders beliebt sind Wasserbomben. Sich mit den Wasser gefüllten Ballons zu bewerfen ist ein Spaß für Groß und Klein. Am Ende einer Wasserschlacht sind alle nass und hatten viel Spaß, weniger Freude macht es jedoch, die kaputten Ballonschnipsel aufzusammeln. Auch bei aller Genauigkeit wird meist der ein oder andere Schnipsel übersehen. Die aus Plastik hergestellten Ballons sind weder gut für die Natur, noch für die Tiere, die diese möglicherweise mit Ihrer Nahrung aufnehmen.
    Damit Spaß und Abkühlung aber nicht zu kurz kommen, haben wir einige Alternativen zusammengetragen, die genauso viel Freude machen und sich weniger negativ auf die Umwelt auswirken.

    • Wasserbomben aus Schwämmen: Aus handelsüblichen Schwammtüchern oder Scheuerschwämmen Streifen schneiden, aufeinender legen und mit einem Gummi oder Faden in der Mitte zusammenbinden. Streifen auseinanderfächern, in Wasser tauchen und los geh die Wasserschlacht! Am Ende einfach ausspülen und trocknen lassen bis zum nächsten Mal.
    • Wer besonders nachhaltig basteln möchte kann auch Schwämme aus Naturfasern nehmen und diese zurechtschneiden.
    • Wasserbomben häkeln: Aus Wollresten lassen sich kleine Wasserbomben ganz leicht häkeln. Diese können einfach in Wasser getaucht und geworfen werden und trocknen in der Sonne schnell wieder. Auch lassen sich aus Wollresten ganz leicht bunte Pompons basteln, die sich ebenfalls gut als Wasserbomben eignen.
    • Wiederverwendbare Wasserbomben kaufen: Für Bastelmuffel gibt es mittlerweile auch wiederbefüllbare Wasserbomben aus Silikon oder saugfähige Stoffbälle zu kaufen.
  • Klimafreundlich abkühlen - Baden im See

    Natürlich macht es im Sommer besonders Spaß, sich beim Schwimmen im See abzukühlen. Da Seen aber nicht nur Erfrischung für den Menschen bieten, sondern auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere sind, kann man beim Badeausflug ein paar Sachen beachten, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten.

    • Schutzgebiete und Zäune zu beachten ist wichtig, damit sich die Natur in den entsprechenden Naturschutzgebieten regenerieren kann.
    • Am sichersten für Menschen und Natur ist das Baden an ausgezeichneten Badestellen. Hier kann man z. B. auf die „Blaue Flagge“ achten. Diese Umweltauszeichnung vergibt die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) an Badestellen, die neben einer ausgezeichneten Wasserqualität auch Anforderungen hinsichtlich des Umweltmanagements, der Umweltkommunikation, Strand-Service und Sicherheit erfüllen.
    • Weder Müll noch Zigarettenkippen aufgrund ihrer zahlreichen Schadstoffe in Wassernähe entsorgen – dieser giftige Müll kann genverändernde oder tödliche Auswirkungen auf Wasserlebewesen haben. Beim Ausflug an den See also vorsorglich einen Müllbeutel einpacken oder besser ganz auf (Plastik-)Verpackungen verzichten und Snacks in Mehrwegbehältern transportieren.
    • In vielen Badeseen wurden steigende Konzentrationen von Mikroplastik gemessen. Es wird vermutet, dass dies durch Fasern aus Badekleidung und durch Sonnenschutzmittel ins Wasser gelangt. Gerade in Sonnencremes ist Mikroplastik leicht vermeidbar, z. B. durch die Wahl zertifizierter Naturkosmetik. Mehr dazu können Sie auch in unserem Klimatipp „Umweltfreundliche Sonnencreme“ nachlesen.
    • Wenn die Blase drückt besser eine Toilette benutzen oder ins Gebüsch gehen. Urin im See kann das Wachstum von Blaualgen fördern, welche sowohl für Menschen als auch Tiere gefährlich werden können.
  • Klimafreundlich abkühlen - Eis essen

    Ob als Nachtisch, beim Ausflug oder einfach zwischendurch auf der Terrasse daheim, ein kühles Eis im Sommer geht immer. Wie man die leckere Erfrischung noch nachhaltiger genießen kann haben wir in den folgenden Tipps zusammengetragen.

    • Wassereis und Sorbet haben im Vergleich zu Milcheis einen geringeren ökologischen Abdruck. Das liegt daran, dass bei der Erzeugung von Milch deutlich mehr Energie, Fläche und Wasser benötigt wird.
    • Kokosöl und Palmöl werden vielen Lebensmitteln zugesetzt, häufig auch Eiscreme. Oft werden sie aber unter menschenunwürdigen Bedingungen angebaut und große Flächen Natur zerstört.
    • Die „Bio-“ und „Fairtrade“-Siegel stehen für ökologische Landwirtschaft und faire Arbeitsbedingungen. Eis mit diesen Siegeln ist also buchstäblich besser für Mensch und Natur
    • Lieber in der Eisdiele vor Ort essen, in der das Eis noch selbst hergestellt wird, als das industriell erzeugte Eis aus dem Supermarkt.
    • Um Einweg-Müll zu vermeiden Eis lieber aus der Waffel, anstatt aus dem Becher essen. Selbst wenn die Waffen nicht schmecken sollte ist diese immer noch besser biologisch abbaubar als ein Becher.
    • Oder noch besser: Eis selber machen mit leckeren regionalen und saisonalen Bio-Zutaten. Hier sind der Kreativität und dem Geschmack keine Grenzen gesetzt.
  • Nachhaltige Laternen

    Die Martinsumzüge im Herbst sind eine Tradition, die viel Freude bringt für Groß und Klein. Gemeinsam mit Freunden und Familie und natürlich den Laternen durch die Straßen zu ziehen, die Musik genießen, gehört im November einfach dazu. Wie bei jedem Fest gibt es auch beim St. Martinsfest eine Möglichkeit, dies nachhaltiger zu gestalten.

    Laternen lassen sich auf vielfältige Weise nachhaltiger gestalten, am besten ist es natürlich, eine bereits vorhandene Laterne aus dem letzten Jahr wieder zu nutzen. Ansonsten gilt es beim Basteln von Laternen möglichst auf Wiederverwendung zu setzten.

    Wieso die Abfälle entsorgen, wenn man sie in kunstvolle und kreative Laternen verwandeln kann? Mit leeren Verpackungen oder Materialien, die für die ursprüngliche Nutzung nicht mehr gebraucht werden, sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Langweilige Plastikbecher, Dosen oder Tetrapaks in schillernde Lampen und Laternen umwandeln, ist umweltfreundlich und kreativ. Probieren Sie es aus und genießen Sie St. Martin!

  • Nachhaltige Weihnachten Teil 1 - Der Adventskalender

    Der Adventskalender, der Countdown bis zum Fest oftmals das erste Geschenk, dass die Weihnachtszeit einläutet. Bestückt sind Adventskalender mit allem, was man sich nur vorstellen kann. Kosmetik, Dekorationen, Spielzeugen und Süßigkeiten. Die vielen kleinen Geschenke sind oft aufwendig verpackt, der Nutzen und die Freude sind nur kurzweilig, sodass viel Müll entsteht.

    Auf einen Adventskalender braucht man jedoch nicht verzichten, denn es gibt Möglichkeiten, auch einen nachhaltigeren Adventskalender zu haben. Bei mit Schokolade gefüllten Adventskalender können Sie auf fair produzierte Varianten setzen, um einen klimafreundlicheren Anbau und die faire Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Mit Bildern und Geschichten von gemeinsam erlebten Ereignissen können Sie einen sehr persönlichen Adventskalender gestalten, bei dem die gemeinsamen Erinnerungen im Vordergrund stehen.

  • Nachhaltige Weihnachten Teil 2 - Geschenke alternativ verpacken

    Für den einen eine Qual, für den anderen ein Vergnügen, das Verpacken von Geschenken. Rund 8.000 Tonnen Geschenkpapier verbrauchen wir in Deutschland jährlich, diese Berechnung beruht auf der Annahme, dass jeder Bundesbürger nur 100 g Geschenkpapier verwendet. Insgesamt 7.000 Fußballfelder können so mit Geschenkpapier verdeckt werden. Geschenkpapier wird als Einwegprodukt produziert und landet nach dem Auspacken im Müll. Klimafreundlich sind Einwegprodukte generell nicht und da macht Geschenkpapier auch keine Ausnahme. Jedoch gibt es eine Menge Alternativen, die klimafreundlicher sind und dem Standardgeschenkpapier, was das Aussehen betrifft, in nichts nachstehen.

    • Geschenktüten können Sie jedes Jahr wiederverwenden und wenn Sie neutral gehaltene Tüten nehmen können, die auch für andere Anlässe genutzt werden.
    • Auch Stoffe können zum Verpacken genutzt werden und das über Jahre hinweg.
    • Altes Zeitungspapier ist eine weitere Möglichkeit, Geschenke zu verpacken, durch kleine Verzierungen mit Farbe oder anderen Elementen können Sie die Verpackung personalisieren.
    • Es wird sicherlich nicht ausbleiben, dass Sie Geschenkpapier bekommen, dieses können Sie vielleicht noch einmal wiederverwenden oder richtig Entsorgen. Glitzerbeschichtetes Papier oder Kunststoffbeschichtetes gehört in die Restmülltonne, einfach bedrucktes Papier wird im Altpapier entsorgt.
  • Klimafreundliche Weihnachtsdekoration

    Zur Weihnachtszeit gehören für die meisten Menschen auch Kugeln, Kunstschnee und Kerzen. 38 % der deutschen planen mit einem Budget von 50€ pro Jahr für Weihnachtsdeko, 23 % geben bis zu 100€ aus und 16% haben ein jährliches Budget von über 100€. Die Auswahl an Dekoartikeln scheint unendlich und jedes Jahr gibt es neuen Schmuck in den Geschäften, der zum Kauf einlädt. Die meiste Deko besteht aus Plastik und wird auch häufig höchstens ein oder zwei Jahre genutzt, bevor sie kaputt ist und im Müll landet. Jedes Jahr neue Weihnachtsdeko zu kaufen ist somit nicht nur eine teure Angelegenheit, es wirkt sich auch äußerst negativ aufs Klima aus. Doch weder auf Weihnachtsdeko noch auf die gemütliche Weihnachtsstimmung müssen Sie verzichten, um das Klima zu schützen.

    Hier sind vier Tipps für klimafreundliche Weihnachtsdeko:

    • Nutzen Sie die Deko, die Sie bereits haben und kaufen nicht jedes Jahr neue Deko.
    • Kaufen Sie Ihre Deko gebraucht oder tauschen Sie ungenutzte Deko mit Ihren Freunden
    • Dekorationen aus natürlichen Materialien wie Holz oder auch Tannenzapfen sind meist langlebiger
    • Den Weihnachtsbaum kann man auch gut mit Nüssen und anderen leckerrein verzieren und nach dem Fest können Sie die dann essen.
  • Klimaschutz bei Kerzenschein 

    Wenn die Tage kürzer werden und es draußen ungemütlich ist, dann sorgen Kerzen in der Wohnung für eine gemütliche Atmosphäre. Die Auswahl an Farben, Düften und Formen von Kerzen scheint schier unendlich und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch für Klimaschützer gibt es eine Auswahl an Kerzen, mit denen gemütlich zum Klimaschutz beitragen wird.

    • Nutzen Sie lieber Blockkerzen statt Teelichter, denn die Produktion der Aluminium-Schalen von Teelichtern geschieht unter einem hohen Energieaufwand und landet nach dem ausbrennen des Lichtes im Müll. Bei Deko Arrangements, die nicht ohne Teelichter auskommen, empfiehlt es sich, Nachfüllsets zu kaufen, sodass Sie die Aluminiumschalen mit Teelichtern nachfüllen können.
    • Machen Sie aus alten Kerzenresten neue Kerzen.
    • Achten Sie beim Kauf von neuen Kerzen auf die Inhaltsstoffe. Die meisten Kerzen in Deutschland werden nämlich aus Paraffin hergestellt, welches aus Erdöl gewonnen wird und daher eine schlechte Klimabilanz besitzt. Kerzen aus Stearin enthalten in Deutschland meist Palmöl, welches zwar ein hochwertigeres Pflanzenfett ist, jedoch durch den Anbau als umstritten gilt. Auch können teilweise tierische Fette, z.B. aus Schlachtabfällen beigemischt sein. Dadurch gelten diese Kerzen dann nicht als vegan. Klimafreundlichere und regionale Alternativen sind Kerzen aus Raps- und Sonnenblumenöl oder natürlich aus echtem Bienenwachs.
    • Zusätzlich können Sie beim Kerzenkauf auf das RAL Gütezeichen achten. Dies soll garantieren, dass Kerzen nicht sichtbar rauchen und rußen, bis zum Schluss brennen und keine gesundheitsschädlichen Stoffe wie PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe), Schwermetalle, Schwefel und auch keine problematischen Duftstoffe enthalten. Auch Grenzwerte für Nickel und Blei sind festgelegt, die Kerzen mit Siegel nicht überschreiten dürfen.
    • Grundsätzlich sollten Sie bereits vorhandene Produkte, in diesem Fall Kerzen und Teelichter aufbrauchen und diese nicht einfach wegwerfen, nur um dann ein umweltfreundliche Variante zu kaufen.
    • Und noch ein Tipp für alle, die lieber Lichterketten und LED Kerzen verwenden: Am besten auf Produkte mit Timer-Funktion zurückgreifen. Diese gehen nach einer bestimmten Zeit von alleine aus und sparen so Strom bzw. Batterie und sind dadurch auch langlebiger.
  • Nachhaltige Geschenkideen

    Es gibt viele Anlässe, an denen man seinen Freunden und der Familie ein Geschenk machen möchte. An Geburtstagen, zu besonderen Feiertagen und gelegentlich einfach nur so. Tolle Ideen und liebe Gedanken stecken in den kleinen und großen Geschenken, die leider viel zu oft nach kurzer Zeit kaputt sind oder nicht mehr gebraucht werden und so im Müll enden. Für die Herstellung jeder Kleinigkeit bedarf es Ressourcen und Energie, sodass jede Kleinigkeit einen Einfluss auf die Umwelt hat. Daher haben wir ein paar Ideen gesammelt, wie man mit ausgefallenen und nachhaltigen Geschenken den Beschenkten eine Freude machen und gleichzeitig einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten kann.

    • Eine schöne Trinkflasche: Aus Glas oder Edelstahl, mit einer guten Trinkflasche für unterwegs können Beschenkte Leitungswasser zapfen und Plastikflaschen werden überflüssig.
    • Plastikfreie Pflegesets: Z. B. gibt es plastikfreie, wasserlose Körperpflege von Kopf bis Fuß mit Bio-Ölen aus fairem Handel.
    • Saatgutsammlung: Bio-Saatgut von alten heimischen Gemüsesorten oder auch eine schöne Wildblumenmischung erfreut besonders passionierte Hobbygärtnerinnen und Gärtner.
    • Insektenhotels: Auch für Kinder ein tolles Geschenk, das z. B. mit selbstgesammelten Naturmateriealien schön beklebt und gestaltet werden kann.
    • Patenschaften verschenken: Ob Tierpatenschaften, Baumpatenschaften oder Bienenpatenschaften, für viele Interessen findet sich etwas. Und der Pate oder die Patin erhält oft ein kleines Dankeschön.
    • Kreative Spenden: Über OxfamUnverpackt kann man z. B. symbolisch Schafe, Hühner oder Ziegen verschenken – und spendet die entsprechende Menge Geld an die bekannte Hilfsorganisation. Die Beschenkten erhalten als kleines Dankeschön eine Karte und einen Kühlschrankmagnet, auf dem das jeweilige Geschenk abgebildet ist.
    • Kreativ werden mit Stoffresten: Ob Haarbänder, Halstücher, Kuscheltiere oder Kissen,             gerade für Kinder ist die Palette an einfachen Schnittmustern für süße Geschenke riesig.
    • Zeit statt Dinge schenken: Ein Theater- oder Kinobesuch, ein Ausflug auf einen Erlebnisspielplatz, ein Nachmittag im Lieblingscafé oder einfach nur ein Picknick im Park. Es gibt so viele Aktivitäten, die man gemeinsam mit Freunden oder der Familie genießen kann.
  • Nachhaltige Ostern

    Im Frühling und zu Ostern, wenn die Natur neu aufblüht, dekorieren viele Menschen gerne passend zur Jahreszeit. Die Auswahl scheint unendlich und neue Schmuckstücke findet man in jeglichen Geschäften, die alle zum Kauf einladen. Die meiste Deko besteht aus Plastik und wird oft nur ein oder zwei Jahre genutzt, bevor sie kaputt ist und im Müll landet. Jedes Jahr neue Deko zu kaufen ist somit nicht nur eine teure Angelegenheit, es wirkt sich auch äußerst negativ aufs Klima aus. Genauso beliebt wie die Deko sind Eier und Schokolade zur Osterzeit und auch hier kann man auf Nachhaltigkeit achten.

    • Deko wiederverwenden: Alte Deko lässt sich oft mit ein bisschen Kreativität wieder aufwerten. Oder für mehr Abwechslung die Deko einfach mal mit Freunden tauschen.
    • Deko aus Naturmaterialien selber herstellen: Aus Stroh und Gras lassen sich z. B. tolle Osterkörbchen oder Anhänger flechten.
    • Osterzweige für die Wohnung: lieber Forsythien nutzen, da Weidenkätzchen eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen darstellen.
    • Beim Eierkauf bevorzugt auf Bioqualität achten: Garantiert bessere Haltungsbedingungen und verzichtet aufs Kükenschreddern.
    • Eier färben ohne künstliche Farbstoffe: schöne Farbeffekte lassen sich auch mit Naturmaterialien wie z. B. Zwiebelschalen erreichen oder mit biologischen Eierfarben.
    • Bei Schokoladenprodukten auf Fairtrade Gütesiegel achten: garantieren einen Mindestpreis für die Kakaobauern und Bäuerinnen.
    • Testen Sie nachhaltige Rezeptideen für tolle Ostermenüs!
  • Saisonale und regionale Blumen

    Ein schöner Strauß Blumen macht uns zu jeder Jahreszeit Freude, ob Tulpen, Ranunkeln, Dahlien oder Sonnenblumen, jede blüht nur zu ihrer Zeit im Jahr, dies spiegelt sich nicht immer im Angebot dar. Viele Blumen sind das ganze Jahr über verfügbar und dieser Luxus hat einen negativen Einfluss auf das Klima. Ein großer Teil der Schnittblumen wird aus Südamerika oder Südafrika importiert, sodass auf den langen Transportweg eine Menge CO2 Emissionen ausgestoßen wir. Blumen aus Europa werden in den Wintermonaten in beheizten Gewächshäusern herangezogen und dabei wird ebenfalls eine Menge CO2 ausgestoßen.

    Im Fachhandel können Sie nachfragen, wo die gewünschten Pflanzen herkommen und nach einem derzeit saisonalen Strauß fragen. In den Wintermonaten ist die Auswahl natürlich kleiner als im Sommer, doch auch zur Weihnachten müssen Sie nicht auf eine Blumenpracht verzichten. Zweige von Obstbäumen blühen an Heiligabend, wenn sie am 4. Dezember, dem Barbaratag (im Gedenken an die heilige Babara) geschnitten und in warmes Wasser gestellt werden. Wählen Sie einen Zweig mit schönen runden Knospen und wenn es noch keinen Frost gab, dann lohnt es sich, den Zweig über Nacht in die Kühltruhe zu legen, denn dann werden die Blüten noch schöner.

  • Leitungswasser trinken

    Wasser ist eins, wenn nicht sogar das wichtigste Lebensmittel. Viele Menschen trinken Mineralwasser, um ihren Durst zu löschen und meist wird dieses im Supermarkt in Plastikflaschen gekauft.
    Für die Umwelt und auch für Ihren Geldbeutel ist Leitungswasser eine viel bessere Option, denn für 1 € bekommt man ca. 500 Liter Wasser aus dem Hahn und nur zwischen 2 und 5 Wasserflaschen aus dem Supermarkt. Das Leitungswasser ist qualitativ meist genauso hochwertig wie das Wasser aus der Flasche. In Germersheim sind die Stadtwerke Germersheim der Wasserlieferant und garantieren einwandfreies Trinkwasser, welches aus dem Wasserschutzgebiet Rauhweide/Roth stammt.
    Nutzt man Leitungswasser, dann wird auch das Klima geschont, denn es wird weniger CO2 ausgestoßen, da Produktion und Transport wegfallen, außerdem entsteht später kein Plastikmüll. Trinkt man 2 Liter Leitungswasser täglich, dann spart man 2,8 kg CO2 pro Woche ein.
    Diejenigen, die aber nicht auf Sprudelwasser verzichten möchten, können sich für unter 100 € einen Sprudelautomat anlegen. Dieser ist letztlich finanziell sinnvoller.
    Lassen Sie beim nächsten Einkauf einfach das Wasser weg und tun der Umwelt etwas Gutes.

  • Refill - Wasser auffüllen zum Schutz des Klimas

    Eine eigene Trinkflasche, die man mit Leitungswasser auffüllt, sollte im Sommer immer mitgenommen werden. Denn so vergisst man seltener, dass man genug trinken sollte und außerdem vermeiden Sie damit auch Einwegflaschen. Einwegfalschen sind Plastikflaschen, auf die es zwar Pfand gibt, jedoch werden diese Flaschen nicht erneut befüllt. Stattdessen werden sie unter anderem für die Herstellung von neuen Plastikflaschen verwendet, dies ist jedoch mit einem großen Energieaufwand verbunden, was sich negativ auf das Klima auswirkt. Sodass Mehrwegflaschen oder noch besser eine Trinkflasche den Einwegflaschen vorgezogen werden sollte.
    Bei Ausflügen in die Stadt oder mit dem Rad ist die eigene Trinkflasche schnell leer und dann greift man auch oft auf Einwegflaschen zurück.
    Die Initiative Refill hat sich genau diesem Problem angenommen und eine klimafreundliche Lösung gefunden. Jedes Geschäft und jeder Laden hat einen Wasseranschluss und bei der guten Leitungswasserqualität in Deutschland kann man sich auf gutes Wasser verlassen. Im Rahmen von Refill bieten Geschäfte an, selbst mitgebrachte Trinkflaschen kostenlos aufzufüllen. In Germersheim machen bereits einige Geschäfte mit, zu erkennen sind diese an den runden blauen Aufklebern in den Schaufenstern. Auch auf der Internetseite von Refill kann man einfach nachschauen, wo in der Nähe eine Auffüllstation ist, sei es im Heimatort oder im Urlaub.

  • Umweltfreundliche Sonnencreme

    Von günstig bis teuer, von niedrigem Lichtschutzfaktor bis 50+, die Auswahl an Sonnencremes ist groß und es ist ratsam, auch einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen, um uns und auch unsere Umwelt nicht zu gefährden. So enthalten viele herkömmliche Sonnenschutzmittel chemische Filter. Diese müssen nicht per se schlecht sein, jedoch stehen einige dieser Stoffe im Verdacht hormonell zu wirken, gesundheitlich bedenklich zu sein und haben zudem verheerende Auswirkungen auf unser Ökosystem Meer. Stoffe wie Octocrylene sammeln sich z. B. in Korallenriffen an. Der Stoffwechsel der Korallenzellen ist dadurch so stark beeinträchtigt, dass sie kaum mehr Nährstoffe aufnehmen. Auch Phytoplankton und Wasserflöhe sterben vermehrt, wenn chemische Sonnenschutzmittel wie Oxybenzon ins Wasser gelangen, was sich wiederum auf ganze Nahrungsketten auswirkt.
    Bio-Sonnencreme mit mineralischem UV-Filter gelten in der Regel als unbedenklicher. Der Filter besteht aus Titandioxid und/oder Zinkoxid. Seine Pigmente legen sich als Film auf die Haut und reflektieren die Sonnenstrahlen wie kleine Spiegel. In einigen Produkten sind mineralische UV-Filter enthalten, die die Größe von Nanopartikeln besitzen. Diese „weißeln“ zwar weniger, jedoch ist die Unbedenklichkeit dieser Nano-Filter für die Umwelt und die Gesundheit noch nicht abschließend geklärt. Auf der Packung sind diese Filter an der Kennzeichnung „Nano“ zu erkennen.

    • Mineralische UV-Filter bevorzugen: Diese dringen nicht in die Haut ein und sind weniger schädlich für die Umwelt.
    • Bei chemischen UV-Filtern auf Inhaltsstoffe achten: Stoffe wie z. B. Octocrylene, Oxybenzon oder Parabene meiden. Auf Hinweise wie „Korallenfreundlich“ oder „Reef safe“ achten.
    • Sonnencreme von zertifizierten Naturkosmetik-Herstellern: Diese sind frei von Mikroplastik und hormonell wirksamen Weichmachern.
    • Vorsicht bei Ölen: Himbeersamen- oder Kokosöl werden manchmal als natürlicher Sonnenschutz beworben, aber haben so gut wie keinen Lichtschutzfaktor und eignen sich nicht als adäquater Sonnenschutzersatz.
    • Die besten Maßnahmen sind immer noch Sonne meiden und schützende Kleidung.
  • Welche Auswirkungen haben Zigaretten auf die Umwelt

    Das Rauchen schlecht für die eigene Gesundheit ist, ist allen bekannt. Doch welche Auswirkungen haben Zigaretten eigentlich auf die Umwelt? Auf Gehwegen, Grünstreifen und auch in Gewässern überall lassen sich Zigarettenstummel finden. Meist fällt es mir schon gar nicht mehr auf, wo und wie viele Zigarettenstummel herumliegen und damit die Umwelt verschmutzen. Zigarettenstummel sind Sondermüll, denn sie enthalten neben dem Nervengift Nikotin weitere giftige Stoffe, wie beispielsweise Arsen und Blei. Diese giftigen Stoffe richten einen großen Schaden an. Tiere nehmen sie mit der Nahrung auf, was zum Verhungern oder zu Vergiftungen führt. Wachstumsprobleme lassen sich bei einigen Pflanzen auch auf Zigarettenstummel zurückführen. Mit dem Regen gelangen die giftigen Stoffe in Böden sowie Grund- und Oberflächenwasser, welches wir Menschen direkt und indirekt durch unsere Nahrung aufnehmen.

    Das Rauchen aufzuhören ist sicherlich die beste Option für die eigene Gesundheit und die Umwelt, doch auch schon kleine Veränderungen können die Umwelt entlasten.

    • Entsorgen Sie Ihre Zigarettenstummel im Müll.
    • Nutzen Sie einen Taschenaschenbecher, wenn kein Mülleimer in der Nähe ist. Taschenaschenbecher sind kleine Gefäße aus Metall, die am Schlüsselbund befestigt oder ähnlich wie eine Zigarettenschachtel in die Hosentasche gesteckt werden können.
    • Weisen Sie andere auf die Umwelt Folgen hinweisen und gehen mit gutem Beispiel voran.
  • Auswirkungen von Kaugummi auf die Umwelt

    Die leicht verformbare, süßlich schmeckende Substanz erfreut sich seit Langem weltweiter Beliebtheit. Der Großteil des Kaugummis besteht aus Kunststoffen wie Polyisobutylen und Polyvinylacetat welche aus Erdöl gewonnen werden. Zudem sind Füllstoffe (wie, Zellulose, Aluminiumoxid und Kieselsäure), Antioxidantien, Aromen, Emulgatoren, Feuchthaltemittel, Farbstoffe, Säuren und Weichmacher enthalten. Mit 50 % bis 70 % ist Zucker ein großer Bestandteil vom Kaugummi.

    Warum ist Kaugummi für die Umwelt problematisch?

    Die meisten Kaugummiverpackungen bestehen aus Kunststoff und Aluminium, zwei nicht erneuerbaren Rohstoffen, die viel Energie verbrauchen und Kohlendioxid freisetzen. Selbst herkömmlicher Kaugummi aus synthetischem Gummi ist nicht biologisch abbaubar! Diese Stoffe verändern sich im Laufe der Zeit und werden zu Mikroplastik, was ein weiteres Umweltproblem darstellt, da Mikroplastik in unsere Gewässer gelangt und durch Abwässer, Abnutzung und andere Faktoren im Meer landet.

    Was bedeutet das für die Städte?

    Viele von uns haben bestimmt schon einmal die Erfahrung gemacht, Kaugummiflecken auf Schuhen, Kleidung oder Möbeln zu haben. Im Durchschnitt befinden sich 80 Kaugummiflecken pro Quadratmeter in der Stadt. Nicht selten können diese Kaugummiflecken auf öffentliche Plätze nur mit speziellen energie- und wasserintensiven Spezialgeräten gereinigt werden.

    Einzeln verpackte Kaugummis sollten Sie möglichst vermeiden, da diese ein größeres Müllaufkommen verursachen. Entsorgen Sie Ihre Kaugummis sachgemäß im Restmüll und nicht auf der Straße.

  • Nachhaltige Investitionen

    Über Geld wird in Deutschland nicht so gerne gesprochen, so jedenfalls das Klischee. Jeder entscheidet selbst, wo sein Geld hingeht, wofür er es ausgibt, ob er es bei der Bank anlegt oder investiert. Jede dieser Entscheidungen wirkt sich auf das Klima aus. Beispielsweise sind regional produzierte Produkte (meist) besser fürs Klima als dasselbe Produkt aus weiter ferne, da diese erst hierher transportiert werden müssen und dadurch mehr CO2 ausgestoßen wird. Beim Geld anlegen, sei es bei einer Bank oder anderswo ist es nicht so einfach zu erkennen, ob es eine nachhaltige Anlage ist oder nicht. Deshalb sollte man einfach mal nachfragen; welche Nachhaltigkeitskriterien werden bei Ihrer Bank berücksichtigt? 

    In welche Bereiche investiert Ihre Bank, sind es Waffen, Kohle und Öl? Oder erneuerbare Energien, ökologische Landwirtschaft und Förderung von Artenvielfalt? Dieselben Fragen lassen sich auch bei allen anderen Geldanlagen stellen. Investitionen, in beispielsweise erneuerbare Energien, sind gegenüber Öl und Kohle eindeutig klimafreundlicher, da erneuerbare Energien weniger CO2 emittieren. Bei Investitionen in Waffen und die Rüstungsindustrie ist es unethisch und somit aus der Perspektive der sozialen Nachhaltigkeit eindeutig zu vermeiden. Überprüfen Sie, wo Ihr Geld hingeht und wechseln gegebenenfalls Ihre Bank, ändern Ihre Anlagen und entscheiden sich im Alltag für nachhaltigere und klimafreundlichere Produkte.

  • Nachhaltiges Feuerwerk

    Ein buntes Feuerwerk und lautes Böllern an Silvester ist für viele Familien eine liebgewonnene Tradition um das neue Jahr zu begrüßen. Aber welche Auswirkungen hat das eigentlich auf uns Menschen und unsere Umwelt?

    An keinem anderen Tag im Jahr ist die Feinstaubbelastung in der Luft so hoch wie an Neujahr. Durch die Feuerwerke werden circa 15 % der jährlichen im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge freigesetzt. Der Silvesterqualm enthält viele gesundheitsschädliche Stoffe wie Blei, Arsen, Aluminium, PVC, Schwefel sowie zahlreiche weitere Metallverbindungen, die unsere Gesundheit und vor allem die von Kindern und vorerkrankten Menschen belasten. Zudem kommt der unkontrollierbare Müll, der durch die Silvesterraketen in der Umwelt verteilt wird. Das enthaltene Plastik zerfällt nach und nach zu Mikroplastik, das wiederum bis ins Wasser und auch in den landwirtschaftlich genutzten Boden gelangen kann. Ein weiteres Problem an den Tagen um Silvester ist die Lärmbelastung für die Mensch- und Tierwelt. Viele Haustierbesitzer wissen nur zu gut, wie sehr ein Feuerwerk die ahnungslosen Tiere in Panik versetzen kann. Aber auch auf die Wildtiere werden aufgeschreckt, können Lärm und Lichtreflexe nicht zuordnen und verletzen sich bei der Flucht oder rennen auf die Straße, was um Silvester herum vermehrt zu Verkehrsunfällen führt. Dies sind nur einige der vielen negativen Auswirkungen von Silvesterfeuerwerk und vielleicht ein Grund, unsere Traditionen zu überdenken. Da der Spaß und die Freude zur Jahreswende trotzdem nicht zu kurz kommen soll, haben wir ein paar Tipps gesammelt, wie Sie auf einen bewussteren Umgang mit Feuerwerk achten können.

    • Für eine bunte Lichtershow eigenen sich auch blinkende, bunte LED Lichterketten, die man sogar jedes Jahr wiederverwenden kann.
    • Auch ein kleines Lagerfeuer im Garten mit Stockbrot und Punsch oder ein schönes Schwedenfeuer wäre doch eine gemütliche Alternative zum lauten Raketenschießen.
    • Aus übrig gebliebenem Weihnachtsgeschenkpapier lassen sich auch Konfettikanonen basteln, die sogar in der Wohnung für einen Knalleffekt sorgen.
    • Wenn Sie doch Feuerwerk kaufen möchten achten Sie auf die Qualität und eine CE Kennzeichnung.
    • Greifen Sie zu Produkten, die keine unnötigen (Einzel-)Verpackungen enthalten.
    • Schauen Sie auf die verwendeten Materialien. Es gibt mittlerweile Hersteller, die sogar plastikfreies und/oder geräuschreduziertes Feuerwerk anbieten!
    • Setzen Sie sich eine zeitliche Begrenzung z.B. auf eine halbe Stunde ab Mitternacht. Oder reichen nicht auch 15 Minuten Feuerwerk aus?
  • Nachhaltige Veranstaltungen planen

    Der Sommer ist die Jahreszeit der Feste und Events. Ob Hochzeiten, Geburtstage, Gartenpartys oder Vereinsfeste, bei Sonnenschein und lauen Nächten lässt es sich doch am besten feiern. Wie man seine Veranstaltungen einfach etwas nachhaltiger gestalten kann, haben wir in den folgenden Tipps zusammengetragen.

    Tipps für Lebensmittel  und Getränke:

    • Möglichst regional und saisonal oder in Bioqualität, gleichwertige vegetarische und/oder vegane Optionen anbieten. Produkte aus dem globalen Süden wie Kaffee oder Schokolade aus fairem Handel.
    • Leitungswasser z. B. in Glasflaschen oder Karaffen abfüllen, mit etwas Zitrone oder Minze wird es nicht nur erfrischend, sondern auch dekorativ!
    • Regionaler Wein und Säfte, Mehrwegflaschen statt PET Einwegflaschen besorgen.
    • Eine gute Kalkulation bedeutet weniger Reste. Übrig gebliebenes Essen einfrieren oder den Gästen mitgeben.

    Tipps für Ausstattung und Dekoration:

    • Müll vermeiden durch Verzicht auf Einwegprodukte. Ob Tischdecken, Servietten oder Geschirr, lieber Mehrwegprodukte verwenden oder zur Not aus recyceltem Material z. B. mit blauem Engel Siegel.
    • Mehrwegdeko, z. B. Wimpelketten aus Stoffresten basteln.
    • Blumen aus regionalem Anbau oder fairem Handel, auch Kräutertöpfchen sind dekorativ und können sogar als Gastgeschenke mitgegeben werden
    • Bei der Beleuchtung lieber auf LED’s mit Netzanschluss zurückgreifen, statt auf batteriebetriebene Leuchten.
    • Gäste vernetzen und Möglichkeiten für Fahrgemeinschaften oder öffentliche Verkehrsanbindungen aufzeigen.


Ernährung

  • Saisonale Ernährung

    Blaubeeren und Erdbeeren im Februar und Tomaten gibt es das ganze Jahr. Die Globalisierung gibt uns die Illusion, dass Jahreszeiten bei der Ernte unser Lebensmittel keine Rolle mehr spielen und den damit einhergehenden Folgen wird nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Für unseren Genuss müssen Erdbeeren entweder aus Spanien oder Marokko eingeflogen oder unter großem Energieaufwand in beheizten Gewächshäusern gezogen werden. Damit einhergehen ist ein immenser Ausstoß an CO2, der für unser Klima eine Belastung darstellt. Probieren Sie diese Woche einmal Gemüse und Obst, das zurzeit in unsere Region verfügbar ist. Außerdem steht oft auf den Preisschildern im Supermarkt, woher das Produkt stammt und kann Ihnen somit als Orientierung dienen.

  • Selbst gemacht statt Fertigprodukte

    Ob Nudelgericht, Pizza oder Auflauf, die meisten Lieblingsspeisen kann man im Supermarkt kaufen und muss sie nur noch in der Mikrowelle oder dem Backofen aufwärmen. Fertiggerichte sind praktisch und schnell zubereitet, doch sie sind weder gesund noch gut für das Klima. Denn die Zusatzstoffe für den Geschmack, Haltbarkeit und Farbe können zu gesundheitlichen Problemen führen. Bei der Herstellung, dem Transport und der Lagerung von Fertigprodukten werden große Mengen CO2 ausgestoßen, die zum Klimawandel beitragen. Ein großer Teil der Verpackung besteht aus Einwegplastik und ist ein zusätzlicher negativer Einfluss auf die Umwelt und das Klima. Fertigprodukte werden oft aus der Not herausgekauft, man hat keine Lust zu Kochen oder weiß nicht was. Die Lösung ist es, eine Woche oder ein paar Tage zu planen. Stellen Sie sich die Frage, was möchte ich Essen und was brauche ich dafür. Es gibt viele schnelle und einfache Rezepte für jeden Geschmack, schauen Sie einfach mal im Internet. Im Supermarkt können Sie dann gezielt die frischen Produkte für Ihr Gericht kaufen und dann ein gesundes und klimafreundliches Gericht zu Hause zubereiten.

  • Weniger Lebensmittelverschwendung

    „Iss deinen Teller leer, dann gibt es morgen gutes Wetter“ ist eine bekannte Redewendung, die Eltern und Großeltern gerne verwenden, um Kinder zum Aufessen zu bewegen. Die ursprünglich plattdeutsche Redewendung „Et dien Töller leddig, dann givt dat morgen goods wedder" wurde falsch übersetzt und nimmt keinen Bezug zum Wetter. Einen leer gegessenen Teller wirkt sich nicht direkt aufs Wetter aus, jedoch gibt es langfristig Folgen für unser Klima. Denn bei der Produktion, der Lagerung und dem Transport von Lebensmitteln werden Treibhausgasemissionen freigesetzt. Lebensmittel, die weggeworfen werden, haben somit ohne einen Nutzen für die Menschen Emissionen verursacht und unnötigerweise zum Klimawandel beigetragen. Laut einer WWF Studie werden allein in Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Jahr weggeworfen, das sind ca. ein Drittel des jährlichen Lebensmittelbedarfes. Die Ursachen für diese Verschwendung sind vielfältig und müssen auf den unterschiedlichen Ebenen dringend angegangen werden. Als Konsumenten sind wir in der Verantwortung, unseren Konsum anzupassen, mit kleinen Veränderungen, die Großes bewirken. Probieren Sie es aus: Sie können Essensreste im Kühlschrank zu einem leckeren Auflauf neu zusammenstellen oder sich beim nächsten Restaurantbesuch die Reste einfach für zu Hause einpacken lassen. In einem weiteren Schritt können Sie Lebensmittel, von denen Sie wissen, dass Sie sie nicht essen werden, an Freunde und Bekannte weitergeben, sodass möglichst wenig im Müll landet.

  • Weniger Müll beim Einkaufen

    Mit einigen kleinen Maßnahmen kann jeder sein persönliches Abfallaufkommen reduzieren. Beginnen Sie mit einer der folgenden Ideen, die die Ihnen am einfachsten erscheint, mit der Zeit können Sie sich auch an neue Herausforderungen wagen. Im Supermarkt können Sie unverpacktes Obst und Gemüse kaufen und es bei Bedarf selbst in ein Gemüsenetz aus Stoff packen, ebenso können Sie einen Baumwollbeutel nutzen, um Ihr Brot zu verpacken. Getränke gibt es in Mehrwegflaschen zu kaufen und auch Joghurt und Milch können Sie in einigen Supermärkten in Mehrweggläsern finden.

  • Palmöl und Klimaschutz

    Palmöl ist ein günstiges und geschmacksneutrales Öl, das sich in vielen Lebensmitteln und Alltagsprodukten befindet. Für Verbraucher_innen ist das Öl ein Zusatzstoff, der beispielsweise Schokoladenaufstriche streichzart macht, über das Jahr verbraucht ein Europäer so ca. 23 Kilogramm Palmöl. Doch was hat Palmöl mit Klimaschutz zu tun, fragen Sie sich. Um den Palmölbedarf zu decken, werden große Waldflächen im Regenwald von Südostasien gerodet und in Monokulturen verwandelt. Durch die Rodung und die Bewirtschaftung der Palmölplantagen wird das lokale Ökosystem aus dem Gleichgewicht gebracht. Tierarten sterben weg und der Boden geht kaputt.

    Achten Sie beim Kauf von Lebensmitteln sowie Waschmitteln und Kosmetika auf die Inhaltsstoffe. Vermeiden Sie Palmöl, dass auch Palmate, Palmitate oder Sodium Palm Kernelate genannt wird. Schauen Sie nach alternativ Produkten, die möglichst keine Pflanzenfette enthalten.

  • Klimatipp zu Fischen und Meeresfrüchten 

    Fisch und Meeresfrüchte sind beliebte Lebensmittel in deutschen Haushalten, im Jahr 2020 lag der Durchschnittsverbrauch bei 14,1 Kilogramm pro Kopf. Der weltweite Fischappetit lässt sich nicht mehr mit einem gesunden marine Ökosystem vereinbaren. Über 30 % der Fischbestände sind überfischt, im Mittelmeer allein sind sogar 80 % der Fischbestände überfischt. Ein Fischbestand gilt als überfischt, wenn mehr Fische entnommen werden, als das Fische nachwachsen können. Durch die Überfischung wird das ganze Marine Ökosystem beeinflusst, denn es kommt zu einer Störung in der Nahrungskette und es kann zum Artensterben kommen.

    • Reduzieren Sie Ihren Fischkonsum.
    • Nutzen Sie den WWF Fischratgeber, um zu überprüfen, welche Fischarten sie mit gutem Umweltgewissen in Maßen genießen können.
    • Achten Sie auf Bio- und Umweltsiegel beim Kauf von Fisch. Auf der Internetseite/ in der App Siegelklarheit können Sie die Vertrauenswürdigkeit von Siegeln und Zertifikaten überprüfen.
  • Pflanzliche Ernährung zum Schutz des Klimas

    Laut einer neuen Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) bedecken Nutztiere mittlerweile 78 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Welt. Die fortschreitende Ausweitung von Acker- und Grünlandflächen zerstört natürliche Lebensräume und beeinträchtigt die Artenvielfalt. Darüber hinaus haben auch die Treibhausgasemissionen der Tierhaltung einen erheblichen Einfluss auf den Klimawandel. Ein Jahr pflanzlicher Ernährung kann bis zu 2 Tonnen Treibhausgase und 1,5 Millionen Liter Wasser einsparen. Die Umstellung auf pflanzliche Lebensmittel kann also einen echten Einfluss auf Ihren CO2-Fußabdruck haben
    Eine pflanzliche Ernährung hat folgende Vorteile für Sie:

    • Sie senken Ihren Cholesterinspiegel und verbessern Ihren Blutdruck
    • Es reduziert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzerkrankungen
    • Sie senken Ihren Blutzuckerspiegel und verringern das Risiko für Typ-2-Diabetes
    • Reduziert das Risiko von Krebs, insbesondere Dickdarm-, Brust- und Prostatakrebs
    • Hilft, das Entzündungsrisiko im Körper zu reduzieren
    • Hilft beim Abnehmen und ist der beste Weg, ein gesundes Gewicht zu kontrollieren

    Entscheiden Sie sich für Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte, anstatt fertige Produkte in den Einkaufswagen zu werfen. Pflanzliche Ernährung muss nicht kompliziert sein und hat einen großen positiven Einfluss auf unsere Umwelt. Beispielsweise können Sie Falafel statt Döner essen oder beim Eintopf mal die Wurst weglassen. Zartbitter statt Vollmilch oder Hafermilch im Kaffee. Kleine Dinge, die etwas Großes bewirken und so einfach sind, dass sie wirklich jeder umsetzten kann.

  • Leitungswasser trinken

    Wasser ist eins, wenn nicht sogar das wichtigste Lebensmittel. Viele Menschen trinken Mineralwasser, um ihren Durst zu löschen und meist wird dieses im Supermarkt in Plastikflaschen gekauft. Für die Umwelt und auch für Ihren Geldbeutel ist Leitungswasser eine viel bessere Option, denn für 1 € bekommt man ca. 500 Liter Wasser aus dem Hahn und nur zwischen 2 und 5 Wasserflaschen aus dem Supermarkt. Das Leitungswasser ist qualitativ meist genauso hochwertig wie das Wasser aus der Flasche. 

    In Germersheim sind die Stadtwerke Germersheim der Wasserlieferant und garantieren einwandfreies Trinkwasser, welches aus dem Wasserschutzgebiet Rauhweide/Roth stammt. Nutzt man Leitungswasser, dann wird auch das Klima geschont, denn es wird weniger CO2 ausgestoßen, da Produktion und Transport wegfallen, außerdem entsteht später kein Plastikmüll. Trinkt man 2 Liter Leitungswasser täglich, dann spart man 2,8 kg CO2 pro Woche ein.  Diejenigen, die aber nicht auf Sprudelwasser verzichten möchten, können sich für unter 100 € einen Sprudelautomat anlegen. Dieser ist letztlich finanziell sinnvoller. 

    Lassen Sie beim nächsten Einkauf einfach das Wasser weg und tun der Umwelt etwas Gutes.

  • Klimafreundlicher Kaffee trinken

    Kaffee ist das beliebtestes Heißgetränk in Deutschland. Die Möglichkeiten, seinen Kaffee zu genießen, sind vielfältig. Einen Espresso als Wachmacher, ein Cappuccino mit Milchschaum zu einem leckeren Stück Kuchen oder für Schokoladenliebhaber einen Mokka. Ebenso vielfältig wie die Kaffeetypen sind die Möglichkeiten, seine Kaffeeliebe nachhaltiger zu gestalten.

    • Der Anbau von Kaffee ist eine Kunst für sich, denn die recht sensiblen Pflanzen benötigen zum Gedeihen möglichst konstante Bedingungen. Mischkulturen sorgen für solche Bedingungen, denn bei Mischkulturen werden Pflanzen, die sich gegenseitig positiv beeinflussen, zusammen angepflanzt. Dieser Kaffee wird als Bio-Kaffee verkauft, da er außerdem für mehr Biodiversität sorgt.
    • Eine weitere Möglichkeit für nachhaltigen Kaffee ist Fair-Trade Kaffee, dieser wird unter fairen Bedingungen für die Arbeitenden und die Umwelt angebaut.
    • Neben den Zertifizierungen kann man beim Kauf von Kaffee auch auf die Verpackung achten. In Unverpacktläden kann man Bio und/oder fairen Kaffee ohne Verpackung kaufen.
    • Alle, die auch unterwegs ihren Kaffee nicht missen möchten, können sich ihren Kaffee in einen wieder verwendbaren To-Go Becher füllen (lassen). Denn in vielen Cafés werden selbst mitgebrachte Becher inzwischen akzeptiert.
    • Für den Kaffeegenuss daheim sollte auf Maschinen mit Kapseln möglichst verzichtet werden, da diese eine Menge Müll verursachen und nicht wieder verwertbar sind. Auch manche Kaffeepad- Sorten enthalten neben dem kompostierbaren Teil auch noch Plastikbestandteile, die sich nicht kompostieren lassen.
    • Kaffeesatz ist nicht nur kompostierbar, er ist auch ein Hausmittel, das für die Pflanzenpflege äußerst effektiv ist.
  • Klimafreundliches Weihnachtsessen

    Oftmals wird mit Weihnachten auch gutes und viel Essen verbunden. Bei der Verarbeitung von Lebensmitteln gibt es viele Stellschrauben, die sie drehen können, um Ihre Gerichte klimafreundlicher zu machen.

    Hier sind einige Tipps, die Ihr Weihnachtsessen klimafreundlicher machen:

    • Kaufen Sie möglichst nur so viel ein, wie Sie und Ihre Gäste Essen können.
    • Beim Weihnachtsbraten oder anderen Formen von Fleisch können Sie durch Bioqualität bis zu einem Drittel CO2 einsparen im Vergleich zu konventionellem Fleisch. Fleisch von einem lokalen Metzger spart durch den kurzen Transportweg auch CO2 ein.
    • Beim Einkauf von Bio-Gänsen oder Gänsen mit der Bezeichnung „Freilandhaltung“ oder „bäuerliche Freilandhaltung – unbegrenzter Auslauf“ können sie sicherstellen, dass ein Tier aus tiergerechter Haltung stammt.
    • Wie wäre es alternativ mit Wildfleisch? Dies ist meist fettarm und mineralstoffreich und die meisten Tiere leben in freier Wildbahn. Heimisches Wildfleisch kann man insbesondere in der Weihnachtszeit an vielen Fleischtheken kaufen. Oder Sie wenden sich direkt an die heimischen Jäger oder Forstämter.
    • Planen Sie leckere Gerichte, die ohne großen Fleischanteil auskommen. Bei Ragouts, Schmorgerichten oder Aufläufen z.B. lässt sich die vorgesehene Fleischmenge problemlos zugunsten des Gemüseanteils reduzieren
    • Saisonales Gemüse wie Rotkohl oder Kartoffeln sind eine klimafreundliche Beilage, aber auch viele andere Gemüsesorten sind im Dezember in Saison.
    • Und auch beim Nachtisch können Sie auf saisonales Obst zurückgreifen. Äpfel sind Lagerware, die Sie als leckere Bratäpfel anrichten können.