Ludwigstor mit Vorplatz und herbstlich gefärbten Bäumen

Germersheimer Museumslandschaft

Museen

Stadt- und Festungsmuseum im Ludwigstor

Das Museum besitz eine umfangreiche Sammlung zur Stadt und Festung Germersheim. Derzeit ist die Dauerausstellung geschlossen und wird in den kommenden Jahren komplett überarbeitet. Mit der Eröffnung der Jubiläumsausstellung wird der neue Bereich für Sonderausstellungen wieder eröffnet.

Frontansicht des Ludwigstor mit vorgelagerter Grünfläche


Dokumentiert wird die Germersheimer Stadtgeschichte, aber auch die ehemalige Festung und Garnison. Dass der Status und die Entwicklung der Stadt lange Zeit vom Militär geprägt waren, spiegelt sich in einer Vielzahl von Exponaten wider, wie zum Beispiel Uniformen, militärischen Ausrüstungsgegenständen, Plänen und Karten.

Eindrucksvoll ist auch das große Festungsmodell, das deutlich die ehemalige Ausdehnung der gesamten Festung und das »neupreußische System« ihrer Befestigung erkennen lässt.

Daneben werden auch zivile Berufe und Handwerkszweige dargestellt, die einst in Germersheim von großer Bedeutung waren, wie zum Beispiel die Berufsfischerei am Rhein sowie die Emailschilder-Fabrikation.


Sonderausstellung anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums Germersheim

Jubiläumslogo - Bild von Rudolf von Habsburg mit dem Text "Germersheim - Rudolf von habsburg und die Stadtrechtsverleihung 1276"

Vor 750 Jahren verlieh König Rudolf von Habsburg den Bürgern Germersheims die Stadtrechtsprivilegien - ein bedeutender Wendepunkt in der Entwicklung der Stadt.

Stadtprivilegien waren besondere Rechte, die ein Landesherr, etwa König, Kaiser oder Bischof, einer Stadt verlieh. Sie ermöglichten es den Städten, sich aus der direkten Kontrolle des Adels oder der Kirche zu lösen und sich zunehmend eigenständig zu verwalten. Diese Privilegien waren entscheidend für die wirtschaftliche, rechtliche und militärische Entwicklung mittelalterlicher Städte.

Anlässlich dieses Jubiläums wird am 28. März 2026 um 16: 00 Uhr im Stadt- und Festungsmuseum Germersheim die Sonderausstellung „Germersheim. Rudolf von Habsburg und die Stadtrechtsverleihung 1276“ eröffnet. Hierzu sind alle herzlich eingeladen.

Ausgehend von den Stadtprivilegien stehen der Beginn, der historische Hintergrund und die Entwicklung der Stadt Germersheim im Mittelpunkt der Ausstellung. Darüber hinaus werden die Folgen und Nachwirkungen der Stadtrechtsverleihung für die Stadtentwicklung sowie für das Leben der Bevölkerung bis in die Gegenwart thematisiert.


Laufzeit der Ausstellung:

  • Eröffnung am 28. März 2026, 16 Uhr
  • 29. März bis 04. Oktober 2026


Öffnungszeiten vom 29.03. - 04.10.2026

  • Samstags von 14 bis 17 Uhr
  • Sonntags und Feiertage von 11 bis 17 Uhr
  • Gruppen auch wochentags auf Anfrage

Eintritt: FREI



Adresse & Kontaktdaten:

Stadt- und Festungsmuseum Germersheim

Ludwigsring 2

76726 Germersheim

+49 7274 703-323

Telefonische Buchungsanfragen:

+49 7274 960-301

Deutsches Straßenmuseum im Zeughaus

Das Deutsche Straßenmuseum ist das einzige Museum in Deutschland, das sich umfassend mit dem Thema Straße beschäftigt.

Im ehemaligen Zeughaus der Festung zeigt das Deutsche Straßenmuseum auf 5000 qm Ausstellungsfläche die Geschichte der Straße von den alten Handelsrouten über die Römer- bis hin zur Neuzeit.

Neben der Ausstellung von Großgeräten des Straßenbaus, wie etwa Dampf- und Dieselwalzen oder Straßenfertiger, erfahren die Besucher viel Wissenswertes unter anderem über Asphalt- und Betonbau, Methoden der Boden- und Materialprüfung, Vermessung und Planung, Brücken- und Tunnelbau, Lenk- und Leitsysteme, wie beispielsweise die Straßenverkehrsordnung und ihre Schilder im Laufe der Geschichte, Schutzplanken sowie den Sommer- und Winterdienst eines Straßenwärters.

Seitenansicht Zeughaus



Gut zu wissen

Das Zeughaus der ehemaligen Festung Germersheim wurde im Rahmen des Festungsbaus (1834 – 1861) im Bereich des Verteidigungsabschnitts „Fronte Reuß“ errichtet. Es diente zur Festungszeit vorwiegend zur Lagerung militärischer Ausrüstungsgegenstände und war gleichzeitig als „Defensivgebäude“ konzipiert, d.h. es konnte aufgrund der vorhandenen Schießscharten und einer davorliegenden Grabenwehr und den an die Seitenflügel anschließenden „Carnot’schen Mauer“ in vollem Umfang in die Verteidigung dieses Abschnitts der ehemaligen Festung einbezogen werden.

Nach der Schleifung der Festung Germersheim in den 20er Jahren diente das Zeughaus in den folgenden Jahrzehnten unterschiedlichsten Kleinbetrieben sowie der Germersheimer Schilderfabrik Klee als Produktionsstätte.

Erst in den 1980er Jahren wurde das spätklassizistisch gestaltete Gebäude einer umfassenden Renovierung und Modernisierung unterzogen, auf die im Oktober 1990 die Eröffnung des „Straßenmuseums Rheinland-Pfalz“ in den Räumen des Zeughauses folgte. Wenige Jahre später wurde das Museum aufgrund seiner thematischen Bedeutung in „Deutsches Straßenmuseum“ umbenannt.

Skulpturenmuseum Professor Deutsch

Kunstbesitz der Stadt Germersheim

Die heute als Skulpturenmuseum genutzten Räume, einst für Waffen des Militärs gebaut und von späteren Besatzern zerstört, lagen über viele Jahrzehnte im Boden verschüttet. Nach der Entdeckung von Mauerresten wurden die Räume fachmännisch und liebevoll renoviert. Durch die Baumaßnahme entstand eine ideale Kulisse für die Kunst mit beeindruckender Atmosphäre.

Der Bildhauer Professor Karl-Heinz Deutsch gab mit seinen Skulpturen der wieder aufgebauten Architektur ihre künstlerische Seele und gestaltete die Räume zu einem Gesamtkunstwerk.
Die alten Mauern ergeben in Verbindung mit den modernen Materialien Glas, Stahl und Beton und deren Wechselspiel interessante Blickverbindungen.

Dem Besucher ist es daher möglich, ungewohnte und interessante Raumvarianten zu erleben.
Im Jahre 2010 übereigneten die Eheleute Waltraud und Karl-Heinz Deutsch der Stadt Germersheim 44 Kunstwerke. Sie bilden in Zusammenhang mit den Atelierräumen und der Galerie die Grundlage des neuen Skulpturenmuseums.