Stadt Germersheim - Sollachsee Panorama

Klimaschutz

Energiemanagement

Etablierung eines Energiemanagementsystems in der Stadtverwaltung

Das Energie eine wertvolle Ressource ist, mit der demendsprechen umgegangen werden sollte wurde in den letzten Jahren noch einmal deutlicher. In Germersheim lag bisher der Fokus auf Klimaschutzprojekten, mit der Etablierung eines Energiemanagementsystems geht die Verwaltung nun den nächsten Schritt bei der Reduzierung der CO2 Emissionen. 

Ziel ist es, die Energieverbräuche der kommunalen Liegenschaften zu reduzieren und gleichzeitig die genutzte Energie effizient einzusetzen. Eine Aufgabe der eingestellten Energiemanagerin ist es, die Verbräuche engmaschig zu überprüfen und dadurch Mängel schnellstmöglich zu entdecken. Auch die Erstellung eines jährlichen Energieberichts gehört zu ihren Aufgaben. 

Die „Implementierung des Energiemanagements“ beinhaltet Kosten für eine Personalstelle sowie für Hardware und Software und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit einer Förderquote von 90 % gefördert. 

Logo des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitaive


Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Im Stadtanzeiger erschien dazu ein ausführlicher Bericht (Ausgabe 10/23 auf der Seite 26).

Veröffentlichung eines ersten Energiebericht

Im Rahmen des Projektes Energiecontrolling und –management der Energieagentur Rheinland-Pfalz wurde ein erster Energiebericht für sechs ausgewählte, städtische Liegenschaften erstellt.

Dies ist ein wichtiger Meilenstein, denn der Bericht gibt einen ersten Überblick über die Energieverbräuche und –kosten, verdeutlicht, welche finanziellen Vorteile sich durch Energieeinsparungen ergeben können und listet praktische Umsetzungsmaßnahmen auf.

Der für die Jahre 2017 bis 2019 erstellte Bericht ist der Startbericht und wird in den folgenden Jahren aktualisiert und erweitert, sodass die Auswirkungen von Sanierungsmaßnahmen in Zukunft in Zahlen dargestellt werden können.

Umstellung auf energieeffiziente LED-Straßenbeleuchtung

Über einen Zeitraum von fünf Jahren (2015-2020) wurden über 1800 Quecksilberdampflampen durch LED Leuchten ersetzt, außerdem wurden zusätzliche Leuchten auf Grundlage neuer gesetzlichen Anforderungen installiert. Diese Umstellung bedeutet eine jährliche Einsparung von ca. 1,4 Millionen Kilowattstunde (kWh) Strom und damit rund 169.000€. Des Weiteren werden durch den eingesparten Strom auch 12.750 Tonnen CO2 über die nächsten 20 Jahre eingespart. Dies verbessert die CO2-Bilanz der Stadt und trägt dazu, dass die Klimaziele erreicht werden.

Im Stadtanzeiger erschien dazu ein ausführlicher Bericht (Ausgabe 5/21 auf den Seiten 22/23)

Energetische Gebäudesanierungen

Um die Energiekosten zu senken und zum Klimaschutz beizutragen, wurden schrittweise die städtischen Grundschulen, die Stadthalle und die Sporthallen auf LED umgestellt. Durch den zusätzlichen Einbau von Präsenz- und Bewegungsmeldern wird in allen Gebäuden die Energieeinsparung nochmals erhöht. Das Licht brennt nun nur noch in Zeiten, in denen die Räume tatsächlich genutzt werden. Dadurch werden zwischen 69 und 87 % der jährlichen Stromkosten für die Beleuchtung eingespart. Insgesamt kann der CO2-Ausstoß über die nächsten 20 Jahre so um 3.116 Tonnen verringert werden. Die Umrüstung wurde mit einem Zuschuss von 40 % durch das Förderprogramm der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.