Festungsrundweg

Auf Schusters Rappen um die Germersheimer Festung

Ein historischer Spaziergang für Interessierte und die ganze Familie

 

Der Grundstein zum Bau der Festung Germersheim wurde am 18.10.1834 gelegt. Die Bauarbeiten fanden erst 1861 ihren endgültigen Abschluss, obwohl bereits 1855 die Festungsanlagen in weiten Teilen fertig gestellt worden waren. Im poly­gonalen Ka­ponnier­system errichtet, gliederte sich die Gesamtanlage in die „Stadt­umwallung“, womit der innere, die bürgerliche Siedlung umschließende Befestigungsring bezeichnet wurde, und das Vorge­lände, in welchem sich zehn zur Gesamtanlage gehörende, links- und teilweise sogar rechtsrheinisch gelegene Vorwerke und weitere militärische Objekte und Funktionsbauten befanden.

Die Entwicklung der Waffentechnik führte dazu, dass die Befestigungsanlagen schon bald nach ihrer Fertigstellung veraltet waren. Dennoch spielte die Festung Germersheim als Garnisonsstadt auch weiterhin eine wichtige Rolle, denn in Friedenszeiten befanden sich dort stets 3.000 Soldaten, eine Zahl, die in etwa dem damaligen Stand der Zivilbevölkerung entsprach.

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt war die Existenz der Festung in zweierlei Hinsicht bedeutsam, denn einerseits lebten zahlreiche Handwerker und Gewerbe­treibende von den am Ort befindlichen militärischen Einrichtungen und deren Personal, an­derer­seits war es gerade die Festungseigenschaft mit den damit zusammenhängenden strengen Reglementierungen, die der Stadt eine Expansion über die engen Grenzen hinaus nicht gestattete, wodurch auch die Ansiedlung größerer Industriebetriebe unterblieb. Dieser Umstand wurde am Ende des 19. Jahrhunderts bereits als belastend empfunden und führte dazu, dass man schon vor dem 1. Weltkrieg Breschen in den die Stadt umgebenden „Panzer“ schlug.

Nach dem 1. Weltkrieg mußte die Festung nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages geschleift werden. Von den Ausmaßen und der Beschaffenheit der einstigen Anlage vermitteln noch heute die erhaltenen steinernen Relikte wie die Fronte Beckers, die beiden Stadttore oder das Zeughaus mit der „Carnot’schen Mauer“ einen guten Eindruck.

Die Beschreibung eines ca. drei Stunden dauernden Festungsrundweges finden Sie hier.
Den dazu passenden Plan finden Sie hier.
 
 
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