Klimaschutz | Erfolge der Stadt



 


Umstellung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung

Ein großer Schritt in Richtung moderne, energieeffiziente Straßenbeleuchtung ist getan

Germersheim geht in der Energieeinsparung voran und schließt den ersten Bauabschnitt bei der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED ab. Damit erzielt die Stadt eine Energieeinsparung von 82 %. Im Juni 2015 hat die Stadt Germersheim begonnen, ihre Straßenbeleuchtung auf hochmoderne LED-Technik umzustellen. Ausgetauscht wurden veraltete Quecksilberdampflampen gegen 1.324 hochmoderne LED-Leuchten. Gleichzeitig wurden einige zusätzliche Leuchten installiert, mit denen neuere gesetzliche Anforderungen an die Ausleuchtung der Straßen erfüllt werden. Die Arbeiten sind nun vollständig abgeschlossen.

Durch diese Umstellung spart die Stadt Germersheim ab sofort über eine Million Kilowattstunden (kWh) Strom und damit rund 175.000 Euro pro Jahr ein. Die gesamten Investitionskosten lagen bei 1,35 Millionen Euro. Gut die Hälfte ging dabei auf das Konto der LED-Technik, der Rest auf die erforderlichen Tiefbauarbeiten und den Austausch von Masten. Mit einem 20-prozentigen Zuschuss zur LED-Technik wurde das Vorhaben aus dem Fördertopf der Nationalen Klimaschutzinitiative unter dem Förderkennzeichen S56929 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit gefördert. Diese Förderung erhält nur, wer mindestens 70% CO2-Einsparung erzielt. Mit den erreichten 82% wird diese Anforderung von der Stadt Germersheim deutlich übertroffen, denn die neuen Leuchten benötigen nur noch 18% des Stroms ihrer Vorgänger.

Das Germersheimer Stadtoberhaupt Marcus Schaile trifft mit Blick auf die Verwendung des eingesparten Geldes eine eindeutige und zukunftsorientierte Aussage: „Zuerst werden wir die vorgenommene Investition ausgleichen. Die Kosten dieser modernen Lampentechnik sind sehr hoch – aber eben auch die Einsparungen. Danach werden wir das eingesparte Geld in die nächsten Energieeinsparprojekte einfließen lassen und so einen Teil der Kosten zukünftiger Klimaprojekte decken können. Wir haben da noch einiges vor.“

Energiesparende LED-Leuchte am Bahnhof Sondernheim, Foto: BrudlerDurch den eingesparten Strom verbessert sich die Treibhausgasbilanz der Stadt. Über die Lebensdauer der Lampen von 20 Jahren entstehen 9.131 Tonnen Kohlendioxid (CO2-Gas) weniger. Damit passt das Projekt sehr gut zu der auf lange Frist angelegten Klimaschutzstrategie der Stadt.

Neben der hohen Energieeffizienz haben LED-Leuchten viele weitere Vorteile.
Sie sind insektenfreundlich und durch ein geringeres Streulicht wird die sogenannte „Lichtverschmutzung“ verringert.

Darüber hinaus haben sie eine längere Lebensdauer mit entsprechend längeren Wartungszyklen, wodurch die Kosten zusätzlich gemindert werden.
Und durch eine bessere Ausleuchtung des Straßenraums erhöhen sie die Verkehrssicherheit.

Aktuell läuft der Zuschussantrag für den zweiten Bauabschnitt, in dessen Rahmen die Straßenleuchten der Hauptverkehrsstraßen modernisiert werden sollen. Mit einer Entscheidung bzw. Förderzusage wird im Spätsommer gerechnet. Der Austausch alter Leuchten auf Quecksilberdampf- und Metall-Halogen-Basis ist von der EU vorgeschrieben und wird derzeit noch gefördert.




Energetische Sanierung in der Stadthalle, in den städtischen Grundschulen und Sporthallen

Die Stadt Germersheim hat sich 2014 zur energetischen Sanierung der Innen- und der Hallenbeleuchtung entschlossen. In den Germersheimer Grundschulen (Eduard Orth und Geschwister Scholl) und der Sondernheimer Tulla-Grundschule sowie in der Sporthalle der Tulla-Schule und der Veranstaltungshalle bei der Tulla-Schule wurden die Arbeiten nun abgeschlossen. Dabei wurde die gesamte Innen- und Hallenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgestellt. Auch die Beleuchtung der Stadthalle wurde erneuert und auf LED umgestellt.

Umstellung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung in der StadthalleDurch den zusätzlichen Einbau von Präsenz- und Bewegungsmeldern wird in allen Gebäuden die Energieeinsparung nochmals erhöht. Das Licht brennt nun nur noch in Zeiten, in denen die Räume tatsächlich genutzt werden. Dadurch werden zwischen 69 und 87% der jährlichen Stromkosten für die Beleuchtung eingespart, je nach Art der ausgetauschten Leuchten. Dies schlägt sich auch positiv in der städtischen CO2-Bilanz nieder. Der CO2-Ausstoß wird aufgrund der Maßnahmen um insgesamt 3.116 Tonnen im Zeitraum der nächsten 20 Jahre vermindert.

„In Zukunft sollen noch weitere städtische Gebäude auf die energiesparende LED-Technik umgestellt werden und so nicht nur Kosten eingespart, sondern auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden“, so Bürgermeister Marcus Schaile. Die Umrüstung wurde mit einem Zuschuss von 40% durch das Förderprogramm der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter dem Förderkennzeichen 03KS5781 gefördert. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutzinitiative profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.



Klimaschutzmanagement in der Stadt Germersheim
Bei Fragen oder Anregungen im Bereich Klimaschutz können Sie sich gerne an die Klimaschutzmanagerin der Stadt Germersheim wenden:










 
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