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Kirchengemeinde spendet „Hoffnungsbücherkiste“ für die Stadtbibliothek Germersheim
Um als Kirche die Stadt finden zu können, haben die Mitglieder des Presbyteriums im vergangenen Jahr mit allen Akteuren und wichtigen Verantwortlichen im Sozialraum Germersheim Gespräche zu der Frage geführt, was die spezifische Aufgabe der evangelischen Kirche in Germersheim sein und worin ihr Beitrag für diese Stadt bestehen könnte. Man wollte eruieren, wozu eine evangelische Kirche in Germersheim benötigt wird. Im Gespräch zwischen Iris Müller, Leiterin der Stadtbibliothek, und Pfarrer Oerther wurde die Idee geboren, der Stadtbibliothek eine „Hoffnungsbücherkiste“ mit christlich-religiösen Büchern bereitzustellen, da diese sich zu diesem Thema breiter aufstellen möchte.
Gemeindediakonin Jasmin Schulz, Referentin für die Arbeit mit Familien im Kirchenbezirk Germersheim, hat in Abstimmung mit Iris Müller hierzu eine Liste erstellt. Unter den ausgewählten Büchern für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche befinden sich Kinder-bibeln, Vorlese- und Bilderbücher, die leicht verständliche „Basisbibel“ in klarer Sprache und kurzen Sätzen, Andachts- bzw. Gebetsbücher für alle Altersgruppen, das Buch „Glauben heißt nicht Hirn ausschalten“, ein Buch für Jugendliche, das den Dialog zwischen Glauben und kritischem Denken fördert, sowie Sachbücher mit den Themenschwerpunkten Kirchenjahr und Interreligiösität sowie Tod, Trauer und Abschiednehmen u.v.m.
Zur großen Freude von Bürgermeister Schaile und Pfarrer Oerther hat die Prot. Kirchengemeinde Germersheim die Kosten für diese Bücherspende nach einstimmigem Beschluss des Presbyteriums übernommen. Denn nur so war es der Kirchengemeinde möglich, die Stadtbibliothek in ihrer Bildungsarbeit mit christlicher, kind- und jugendgerechter Literatur zu unterstützen. Das Bücherpaket wurde von Annika Saltzer bei einer örtlichen Buchhandlung bestellt, um den lokalen Einzelhandel zu unterstützen. Bürgermeister Marcus Schaile zeigte sich über die Bücherspende hocherfreut, lobte die zügige Umsetzung der Idee in die Tat. Er bedauere, dass Kirche im Alltag oft kaum noch wahrgenommen werde. Umso wichtiger sei es, dass Kirche mit solchen Aktionen nach außen trete und sichtbar werde. Bibliotheksleiterin Iris Müller dankte für die gute und angenehme Kooperation und die großartige Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern. Sie werde versuchen, Kitas und Schulen für dieses neue Angebot der Stadtbibliothek zu begeistern.

