Die Festungsanlage

Eine königlich bayerische Festung, gebaut für die Ewigkeit

Historisches Erbe und beständiges Mahnmal

 

Nachdem das bayerische Kriegsministerium den Bau der Festung in Auftrag gegeben hatte, begannen im Jahr 1834 die umfangreichen Bauarbeiten an der monumentalen Festung. Als Mittel für den Festungsbau wurden 15 Millionen Franken zur Verfügung gestellt.

Im Oktober des Jahres 1855 wurde der Festungsbau in den wesentlichen Teilen vollendet, die Fertigstellung der unterirdischen Minengänge, die sich kilometerweit ins Vorfeld der Stadt zogen, dauerte noch bis ins Jahr 1861.  

Nach dem 1. Weltkrieg musste die Festung Germersheim nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages geschleift (d.h. gesprengt und militärisch unbrauchbar gemacht) werden, so dass zu Beginn der 20er Jahre große Teile davon abgetragen wurden und nur die beiden Stadttore und eine Reihe weiterer, teils größerer Bauwerke innerhalb des ehemaligen Verteidigungsringes erhalten geblieben sind.

Das Befestigungssystem

Das Innere der Stadt wurde von der sogenannten »Hauptumfassung« auf einer Länge von 3200 Metern umschlossen. Diese gliederte sich in sechs Verteidigungsabschnitte (Fronten), die nach bayerischen Generälen aus der Zeit der Befreiungskriege benannt waren.

Am stärksten ausgebaut waren die Fronten, die nach Westen und Südwesten ausgerichtet waren, während die im Norden und Osten der Stadt aufgrund der natürlichen Gegebenheiten (Altwasser, Morast, vorgelagerter Rheinstrom) weniger stark ausgeführt waren.

Der Hauptumwallung im »Glacis« (Vorgelände) vorgelagert waren neun Vorwerke, welche die über den Rhein führende Schiffbrücke schützten. Die Festung Germersheim war im sogenannten »polygonalen Kaponniersystem« errichtet worden, das es aufgrund vorgelagerter Grabenwehren gestattete, nahezu jeden Punkt zwischen Hauptumwallung und Grabenwehr im Falle eines Angriffs mit Kanonen- oder Gewehrfeuer zu bestreichen.
 
 
Die Festung
Nachenfahrten
Weitere 
Erlebnis-Angebote
Südpfalztourismus
Stadt Germersheim e.V.
Hotels &
Gastronomie